Die große Frage des Wochenendes ist beantwortet: Sebastian Vettel hat sein neues Chassis benannt. Ab sofort fährt er mit "Randy Mandy". Dabei ist die "scharfe Mandy" gar kein komplett neues Chassis, sondern eines, das er schon bei Testfahrten eingesetzt hat. Sie tritt die Nachfolge von "Luscious Liz" an. Den Namen wählte Vettel am Donnerstag zusammen mit seinen Renningenieuren aus.

Schleichender Tod

Notwendig wurde der Chassiswechsel, weil das Team nach dem Monaco GP eine Beschädigung am alten Auto feststellte. Allerdings hatte Vettel schon vorher beschlossen, ab Istanbul mit einem anderen Chassis zu fahren. "Ich war nicht mehr damit zufrieden", erklärt er. Im Nachhinein habe sich dann herausgestellt, dass diese Entscheidung ohnehin richtig war.

Wann das Chassis beschädigt wurde, ist nicht genau bekannt. "So etwas kommt eher schleichend", erklärt Vettel. "Es ist unheimlich schwierig, den Zeitpunkt festzulegen." Gerade weil die letzten beiden Rennen im Wochenrhythmus stattfanden und es nicht möglich war, das Auto zwischen Barcelona und Monaco zu untersuchen. "Man sitzt nicht im Auto und sagt: Da ist etwas kaputt, alles ist scheiße", betont Vettel. "Man versucht trotzdem, das Beste daraus zu machen."

Nicht unschlagbar

Sebastian Vettel nahm den Istanbul Park schon mal in Augenschein, Foto: Sutton
Sebastian Vettel nahm den Istanbul Park schon mal in Augenschein, Foto: Sutton

Das sei ihm durchaus gelungen. "Wie groß der Einfluss war, lässt sich nicht sagen, aber es fehlte ein bisschen das Vertrauen und das ist auf einer Strecke wie Monaco fatal." Wenn der Fahrer dort nicht das richtige Gefühl fürs Auto hat, kann er es nicht richtig fliegen lassen, wie Vettel erzählt. "Das zieht einen Rattenschwanz nach sich."

Einen rein psychologischen Effekt schließt Vettel beim Chassiswechsel aus. "Ich bin davon überzeugt, dass in meinem Kopf alles normal abläuft", sagt er scherzend. In den vergangenen Wochen sei viel geschrieben und diskutiert worden, aber für ihn habe sich dadurch nichts geändert. Er gehe das Wochenende in der Türkei ganz normal an und möchte das Beste aus den Neuerungen am Auto herausholen.

Neu ist unter anderem der F-Kanal. Wie die Fahrer diesen bei Red Bull bedienen, wollte Vettel nicht verraten. Knie, Ellenbogen, Hand? "Ich muss die Arschbacken zusammenkneifen", sagt er mit einem breiten Grinsen. "Unsere Performance ist stark, also sollten wir in guter Verfassung sein. Ich bin aber kein Fan von Wörtern wie unschlagbar, dafür kann es in der Formel 1 viel zu schnell gehen."