Wenn der eine der gefeierte Gewinner des Tages ist, dann muss der andere der Verlierer sein. Nico Rosberg musste sich in beiden Freien Trainings in Barcelona hinter seinem Teamkollegen Michael Schumacher einreihen - und zwar deutlich. Bislang war dies an den ersten vier Rennwochenenden des Jahres meistens umgekehrt.

Noch ist aber erst Freitag und noch bleibt Rosberg ruhig, obwohl er nicht genau weiß, warum es bei ihm nicht lief. "Wir sind beim Setup in eine andere Richtung gegangen, wollten mit den neuen Teilen etwas ausprobieren, das war wohl die falsche Richtung", verriet er.

Ein Grund dafür ist, dass den Piloten nur eine bestimmte Anzahl an Reifensätzen zur Verfügung steht. Deshalb musste Rosberg einige seiner Tests mit abgefahrenen Pneus absolvieren. "Dann denkt man, dass die Änderungen falsch waren, aber das waren sie gar nicht." Das sei ihm am Freitag passiert.

Die Verbesserungen am Mercedes sieht er als Fortschritt an. "Aber mir scheint, dass Red Bull leider auch einen großen Schritt gemacht hat und wir momentan nicht näher gekommen sind." Ganz im Gegenteil: "Ich war heute sehr weit weg von ihnen." Eine allgemeine Analyse des Kräfteverhältnisses wollte Rosberg nicht abgeben. "Ich hatte einen schwierigen Tag und muss morgen erst mit dem Setup in eine andere Richtung gehen, dann kann ich mehr sagen, wo wir stehen."

Seinen Teamkollegen zu schlagen, werde aber schwierig. "Er ist sehr gut unterwegs", lobt Rosberg. "Nach Shanghai ist er wieder in Form und es wird schwierig, ihn zu schlagen." In Malaysia sah es am Freitag ähnlich aus. Dort ist es ihm im Qualifying trotzdem gelungen.