McLaren und Mercedes GP gaben in den Freien Trainings am Freitag den Ton an. Red Bull fuhr mit einem gewissen Abstand dahinter. Helmut Marko ist davon wenig beunruhigt. "Der Freitag ist dazu da, um das Auto abzustimmen", erklärt er. "Wir sind sicher vorne dabei, aber momentan fehlt uns noch etwas auf Hamilton."

Die Red Bull Hochrechnung unter Berücksichtigung der Benzinmengen sieht McLaren vor Red Bull, Ferrari und Mercedes. "Das ändert sich aber, je mehr Gummi auf die Strecke kommt", betont Marko. "Bislang änderte es sich meistens zu unseren Gunsten."

Topspeednachteil

Im Kampf gegen McLaren fehlt Red Bull vor allem etwas Topspeed auf der Geraden, unter anderem wegen des starken Mercedes-Motors und des F-Kanals. "Sie sind auf der Geraden schneller, das ist schon immer so gewesen. Wir müssen schauen, dass wir mit der Flügeleinstellung einen Kompromiss finden. Heute ist erst Freitag, wir sind sicher vorne dabei, wie weit wird sich zeigen."

Die Konzentration auf die Rennvorbereitung am Freitag hält Marko für richtig. "Wir nutzen den Freitag zur Abstimmung, fahren nicht mit wenig Benzin, weil das überhaupt keinen Sinn macht", sagt er. "Unsere Fahrer sind gut, sie können eine Qualifyingrunde auch ohne Training hinlegen. Somit ist die Abstimmung auf den Rennbetrieb ausgelegt."