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Formel 1

Highlife gegen Verhüllung - Abu Dhabi: Eine ungewohnte Welt

Die Formel 1 gastiert zum ersten Mal in Abu Dhabi. Nick Heidfeld ist skeptisch.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Abu Dhabi ist die Hauptstadt und das größte der sieben Vereinigten Arabischen Emirate. Zu den lokalen Benimmregeln gehört das Verbot des Austauschs von Zärtlichkeiten zwischen Erwachsenen in der Öffentlichkeit - Händchen halten ist auch für Eheleute strafbar und kann sogar mit Inhaftierung enden.

Die Lizenz zum Alkoholausschank ist Hotelrestaurants vorbehalten, Trunkenheit wird geahndet. Am Freitag, dem heiligen Tag, haben die Geschäfte eingeschränkte Öffnungszeiten. In Sachen Trinkgeld erwarten Taxifahrer, dass aufgerundet wird, Kellner rechnen mit zehn Prozent.

Für uns Europäer ist dieser Teil der Welt sicher ungewohnt, weil vieles doch ganz anders ist als wir es gewohnt sind.
Nick Heidfeld

Nick Heidfeld war vor dem Rennwochenende noch nie in Abu Dhabi. "Aber ich habe schon viel von anderen gehört, die bereits dort waren und die Streckenpräsentation gesehen haben", verriet er Motorsport-Magazin.com. "Sie waren alle unisono begeistert davon. Es habe sie regelrecht umgehauen, wie pompös und gigantisch alles ist. Es ist Highlife in allen Bereichen."

Entsprechend gespannt ist er auf den ersten Auftritt der Formel 1 in Abu Dhabi. "Das Land selbst kenne ich natürlich auch noch nicht, aber ich war schon in Dubai und natürlich Bahrain", vergleicht er. "Für uns Europäer ist dieser Teil der Welt sicher ungewohnt, weil vieles doch ganz anders ist als wir es gewohnt sind, besonders weil die Frauen alle verhüllt sind."

Bei einem Urlaub in Dubai machten die Anlagen auf Heidfeld einen Retorteneindruck. "Es ist aus wirtschaftlicher Sicht verständlich, dass man dort fährt, aber aus sportlicher Sicht würde ich lieber woanders fahren."


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