Formel 1

Die Zeit der Weichlinge - 2. Freies Training

Egal ob auf harten oder weichen Reifen Kimi Räikkönen war in Bahrain in beiden Sessions am schnellsten.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Das 1. Freie Training brachte harte Zeiten hervor: die Bestzeit von Kimi Räikkönen war selbst mit weichen Pneus nicht zu unterbieten. Im 2. Training brach dann die Zeit der Weichlinge an: die Top-Zeiten wurden mit den weichen Bridgestones gefahren. Am besten konnte mit den weiß gerillten Gummis Kimi Räikkönen umgehen. Der Finne war in 1:33.527 Minuten einen Hauch schneller als Lewis Hamilton.

Hinter dem rot-silbernen Spitzenduo reihte sich überraschend Robert Kubica im BMW Sauber auf dem 3. Platz ein. Der Pole war nur zwei Zehntel langsamer als Räikkönen, lag aber auch nur vier Hundertstel vor Felipe Massa und 5 Hundertstel vor Fernando Alonso. Die Top8 komplettierten Alex Wurz als bester Williams-Pilot, Nick Heidfeld und Nico Rosberg. Nur Ralf Schumacher und Adrian Sutil schafften den Sprung unter die Top10 nicht. Ralf wurde 18., Sutil direkt dahinter 19. Damit war er allerdings schneller als Scott Speed, Christijan Albers und Jenson Button.

Gab es in der 1. Session nur einen Zwischenfall mit einem Dreher von Alex Wurz, unterbrachen im 2. Training schon zwei Zwischenfälle die anderthalb Stunden Fahrbetrieb. Zunächst legte Jarno Trulli den zweiten Dreher des Tages auf den sandigen Asphalt. Danach sorgte Jenson Button für Spektakel: sein Motor schlug Flammen, Teile flogen durch die Luft und auf der zugehörigen Ölspur drehte sich direkt hinter dem ausrollenden Button der Ferrari von Felipe Massa. Aber selbst als der Weltkugel-Honda neben der Strecke stand, war die Action noch nicht vorbei: das unbemannte Auto rollte langsam rückwärts in Richtung Strecke. Erst einige Minuten später brachten die Streckenposten den Wagen mit vereinten Kräften in Sicherheit.

"Ich hatte in der ersten Kurve sehr viel Übersteuern, wahrscheinlich war da schon Öl auf Reifen", beschrieb Button den Vorfall. "Dann sah ich schon die Flammen hinter mir. Das war's dann. Es ist wie das Tüpfelchen auf dem i, wir sind nicht schnell genug und müssen die nächsten Rennen noch damit leben." Mehr als der letzte Platz war für ihn somit nicht mehr drin. Honda steckt weiter in der Krise.


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