In Budapest angekommen, hat man bei Midland die Enttäuschung über die Disqualifikation nach dem Grand Prix von Deutschland vor einer knappen Woche fast abgehakt. Beim Grand Prix von Ungarn am kommenden Wochenende will das Team aus Silverstone wieder voll angreifen und den gezeigten Aufwärtstrend fortsetzen. "Wir sind direkt aus Hockenheim hierher gekommen und hoffen, dass wir die Enttäuschung über die Disqualifikation durch die FIA letzte Woche überwinden und uns voll auf den positiven Trend konzentrieren können," sagt der Teamchef Colin Kolles. "Wir haben ein zuverlässiges Paket und erwarten nicht, dass uns die Hitze und der Staub beeinträchtigen wird."

Tiago Monteiro ist einer jener Fahrer im Feld, die sich nicht nur auf das Rennen freuen, sondern auch auf das ganze Umfeld des Wochenendes. "Ich liebe Budapest! Das ist so eine schöne Stadt und alle kommen sehr gerne hierher, obwohl ich aus dem vergangenen Jahr weiß, dass es hier immer sehr heiß ist und die Fitness ein wichtiger Faktor sein wird." Der langsamere Kurs sollte dem Midland auch besser liegen als Hockenheim, meint Monteiro und geht davon aus, dass das es ein erfolgreiches Wochenende für sein Team werden könnte.

Monteiros Teamkollege Christijan Albers freut sich ebenfalls auf Ungarn, auch wenn er weiß, dass die hohen Temperaturen das Rennen zu einem harten Stück Arbeit machen. "Trotzdem liebe ich es, auf dieser Strecke zu fahren, denn sie ist ein Test sowohl für das fahrerische Können als auch für die Zuverlässigkeit des Autos." Ganz besonders erfreut, in Ungarn ins Lenkrad greifen zu dürfen ist der Testfahrer des Teams, Markus Winkelhock.

"Ich bin sehr glücklich, dass das Team mir die Chance gegeben hat, beim Grand Prix von Ungarn wieder Freitagsfahrer zu sein. Nach dem guten Wochenende, das ich in Hockenheim hatte, werde ich versuchen, in Budapest wieder einen guten Job zu machen." Er kenne die Strecke zwar noch nicht, ist aber zuversichtlich, dass das kein Problem darstellen sollte und er in der Lage sein wird, den Kurs schnell zu lernen.

Der Technische Direktor des Teams, James Key, meint der Grand Prix von Ungarn werde sicher ein interessantes Rennen, da die aerodynamische Effizienz des Autos fast so eine große Rolle spiele wie in Monaco. "Das ist eine kurvenreiche Strecke, also werden wir mit viel Abtrieb fahren. Traditionsgemäß ist es hier sehr heiß, ob es aber wieder so wird, bleibt abzuwarten." Zusätzlich kämen noch andere Variablen ins Spiel, wie der Staub und der Wind. "Auf jeden Fall sehen wir uns hier ganz anderen Herausforderungen gegenüber als in Hockenheim und ich denke, dass Ungarn unserem Auto der Charakteristik unseres Autos besser liegen wird als Hockenheim oder auch Magny-Cours."