Im letzten Jahr hatte er aufgrund der Reifenprobleme und dem daraus folgenden Startverzicht seines Teams keine Chance, sein erstes Rennen in Indianapolis zu beenden, dieses Jahr will Fernando Alonso endlich auch in den USA die Zielflagge sehen. Nach bereits sechs Siegen in der laufenden Saison sollte auch Indianapolis dieses Jahr ein gutes Pflaster für den Spanier sein.

"Dieses Jahr ist es sehr wichtig, ein normales Rennen in Indy zu haben," sagt Alonso im Vorfeld des US-Grand Prix. "Wir haben jetzt die Gelegenheit, eine gute Show zu veranstalten und den amerikanischen Fans zu zeigen, dass die Formel 1 eine interessante Rennserie ist." Ein leichtes Rennen erwartet der amtierende Weltmeister allerdings nicht. "Ich erwarte ein hartes Rennen. Es war schon in Montreal sehr eng zwischen Renault und McLaren und Kimi hat wirklich die ganze erste Hälfte des Rennens Druck auf mich gemacht. Dieses Wochenende erwarte ich wieder ähnliches."

Das wichtigste für den Spanier ist aber, endlich mal ein Rennen in Indy zu beenden, was ihm in den zurückliegenden Jahren noch nie gelungen ist. "Ich bin in Indy noch nie ins Ziel gekommen und daher ist das ein Ort, wo ich unbedingt aufs Podium will und meiner Sammlung eine weitere Trophäe hinzufügen möchte." Für Alonsos Teamkollegen Giancarlo Fisichella ist die Atmosphäre des Indianapolis Motor Speedway ein Grund, sich auf das Wochenende zu freuen.

"Es ist phantastisch," sagt der Römer. "Man kann die Geschichte des Speedway überall fühlen. Das ist eines der großen Rennen der Formel 1 und die Strecke hat einige einmalige Eigenheiten, wie die überhöhte Kurve, die in Höchstgeschwindigkeit gefahren wird und sich von allem unterscheidet, was wir sonst das ganze Jahr haben." Wie Alonso erwartet auch Fisichella am kommenden Wochenende gut abzuschneiden, nachdem er in Kanada durch einen Fehler nur wenig aus seinem guten Startplatz machen konnte. "Ich habe nicht das Ergebnis erzielt, das ich gewollte hätte, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass unser Auto auch in Indy wieder in der Lager sein wird, an der Spitze zu fahren."