Die zwei Siege in Folge von Michael Schumacher in Imola und am Nürburgring haben bei Renault offenbar doch tiefere Spuren hinterlassen als zunächst zugegeben. Vor dem Grand Prix von Spanien hatte Pat Symonds gesagt, er mache sich Sorgen, weil Ferrari so schnell sei. Nach dem überragenden Heimsieg von Fernando Alonso sieht aber jetzt die Welt bei den Franzosen schon wieder viel heller aus, denn diese überlegene Fahrt habe jegliche Zweifel über die Form des eigenen Teams weggewischt.
"Letztes Jahr haben wir viel über die Psychologie des Gewinnens gelernt," sagte Symonds zu Autosport. "Nach einem Erfolg in den ersten Rennen hat man immer wieder ganz besonderen Auftrieb, aber es ist ein wahres Zeichen von Stärke, wenn man nach ein paar Niederlagen wieder zurückkommt." Das Selbstvertrauen der Renault-Truppe nach der Vorstellung ihrer Fahrer in Barcelona dürfte somit wieder mehr als gut sein. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg in Spanien waren, nach Symonds Meinung, aber die Michelin-Reifen.
"Das Auto war dasselbe wie am Nürburgring, also müssen es die Reifen sein, die Temperatur und die Streckencharakteristik. Michelin zeigte gestern im Vergleich mit Bridgestone eine exzellente Leistung." Nachdem bisher kein anderes Team außer Renault und Ferrari diese Saison Rennen gewinnen konnten, geht Symonds davon aus, dass sich auch der Titelkampf zwischen diesen beiden entscheiden wird, auch wenn er weder Honda noch McLaren bisher ganz abschreiben will.
"Ich denke, dass einen Kampf beobachten können, der sich zwischen Renault und Ferrari und zwischen Michelin und Bridgestone aufbaut," so Symonds weiter. "Wir schreiben noch niemand ab, aber die Bedrohung von McLaren und Honda, scheint nicht größer zu werden." Im Endeffekt werden wohl die Reifen einen großen Anteil an Sieg oder Niederlage haben, welches der beiden Teams, Renault oder Ferrari, am Ende der Saison die Nase vorne hat.

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