Aus persönlichen Gründen verließ Jörg Zander nach nur wenigen Monaten als Chefdesigner bei Williams die grüne Insel in Richtung seiner deutschen Heimat. Auf ein mögliches Engagement bei BMW Sauber angesprochen, sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen seinerzeit: "Wir sind im Bereich Fahrzeugdesign noch nicht komplett." Wäre er also für BMW Sauber interessant? "Ja, könnte sein..."

Einen knappen Monat später heißt es aus Hinwil und München: "Das BMW Sauber Team verstärkt seine Technikabteilung: Ab dem 1. Juli 2006 wird Jörg Zander seine Arbeit im schweizerischen Hinwil als Chef-Designer aufnehmen."

In dieser Funktion wird der 42-Jährige für die Konstruktion des Fahrzeugs verantwortlich sein. Er berichtet an den Technischen Direktor Chassis, Willy Rampf. "Der Ausbau des BMW Sauber F1 Teams schreitet weiter voran. Dazu gehört auch die Erweiterung der Personalstruktur durch einen Chef-Designer", so Theissen. "Wir sind überzeugt, mit Jörg Zander eine Schlüsselfunktion im Team gut zu besetzen. Seine Erfahrung wird uns unterstützen."

Jörg Zander sieht seiner neuen Aufgabe mit besonderer Spannung entgegen: "Das BMW Sauber Team befindet sich in der Aufbauphase, das ist eine große Herausforderung - es geht hier nicht ausschließlich um die Technik, sondern auch um die Gestaltung der Strukturen und Abläufe. Ich möchte mit meiner Erfahrung einen Beitrag dazu leisten, das Team auf dem Weg nach oben zu unterstützen."

Jörg Zander wurde am 15. Februar 1964 in Ratingen (Deutschland) geboren. Er absolvierte ein Maschinenbau-Studium an der Fachhochschule Köln und widmete sich seit Ende 1990 ausschließlich dem Rennsport. Zunächst beschäftigte er sich mit der Konstruktion und dem Renneinsatz von Rallyeautos, Tourenwagen und GT- Fahrzeugen. Seine Formel-1-Karriere begann Zander bei der Toyota Motorsport GmbH in Köln, wo er ab 1999 als Leiter Fahrwerk und Hydraulik Engineering tätig war. 2002 wechselte er als Chef-Ingenieur Mechanik und Getriebe zu BAR-Honda. Seit September 2005 war er Chef-Designer bei Williams Grand Prix.