In den vergangenen Wochen der Wintertests manifestierte sich im Fahrerlager ein allgemeines Bild vom Kräfteverhältnis: Renault und Honda liegen an der Spitze, Ferrari liegt nicht weit davon entfernt und McLaren wird den Rückstand der letzten Wochen noch aufholen.
Genau dieses Bild malte letzte Woche Nick Heidfeld an die Wand des Circuit de Catalunya: "Ich sehe momentan Renault vorne. Aber auch Honda hat ein sehr starkes Auto gebaut. Dahinter folgen wahrscheinlich Ferrari und ein ganz dichtes Feld, dem die beiden Teams vorne aber noch nicht zu weit enteilt sind."
Die gleichen Eindrücke konnte Renault-Chefstratege Pat Symonds sammeln. "Bislang scheint es, als ob Honda und wir leicht in Front liegen, aber McLaren wird sicherlich auch noch dahin gelangen. Und Ferrari ist auch nicht weit zurück."
Bis zum ersten Saisonrennen in Bahrain könnte sich all das aber noch einmal ändern. Denn dieser Tage wird bei fast jedem Team ein neues Aerodynamikpaket getestet. "Alle werden beim ersten Rennen eine neue Aerodynamik besitzen", schließt Symonds auch Renault nicht aus. "Das könnte die Balance leicht verändern. Aus diesem Grund können wir uns unserer Sache nicht sicher sein. Allerdings wissen wir, dass wir in der Nähe der Spitze liegen."
Fernando Alonso mahnte sein Team jedoch schon vor einigen Tagen: "Wenn die WM morgen beginnen würde, dann wären wir die Favoriten", sagte er. "Aber es ist noch ein Monat bis zum Saisonstart und unsere Gegner können das noch aufholen."
Toyota-Technikchef Mike Gascoyne sieht Renault trotzdem als "meinen Favoriten" an. "Bei Renault sieht es so aus, als wollten sie 2006 anfangen, wie sie 2005 beendet haben. Ihre Autos scheinen gegenwärtig die schnellsten zu sein. Die werden absolut dabei sein, und das nicht nur bei den ersten Rennen, sondern die ganze Saison."



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