Für die Racing Bulls war der Trainings-Donnerstag in Aserbaidschan gemischt. Am Vormittag schafften es Liam Lawson und Arvid Lindblad unter die ersten Zehn. "Da haben wir uns konkurrenzfähig gefühlt", beschreibt Lawson.
Doch in FP2 hinkte das Formel-1-Team hinterher. Dazu gesellte sich der nächste Trainingscrash von Arvid Lindblad. Der Schwede schlug in Kurve acht mit der rechten Seite seines Autos an und musste abstellen. "Dafür entschuldige ich mich beim ganzen Team", so Lindblad.
Lindblad mit dem nächsten Trainingscrash: "Habe mich eigentlich gut gefühlt"
Denn für Lindblad ist es der zweite Trainingscrash innerhalb von zwei Rennwochenenden. Schon im zweiten Training in Madrid crashte der Rookie und verlor Fahrzeit. Dasselbe wiederholte sich in Aserbaidschan. Lindblad schlug nach rund 20 Minuten ein und verpasste damit den Großteil des Trainings. Und selbst an diesem Wochenende war das nicht der erste Fehler. Im ersten Training verbremste sich Lindblad und verpasste einen größeren Crash in die Mauer von Kurve sieben nur knapp.
"Das ist schade, denn insgesamt habe ich mich im Auto ziemlich gut gefühlt", so Lindblad. Im ersten Training lag der Racing-Bulls-Pilot immerhin auf Platz acht. "Wir werden heute Abend alles unter die Lupe nehmen und schauen, wo wir uns verbessern können, um vor dem morgigen Tag noch ein paar Änderungen vorzunehmen."
Das Hauptaugenmerk des Rookies liegt jetzt auf dem dritten Training, das an diesem Wochenende schon am Freitag stattfindet. "Ich muss wieder in den Rhythmus kommen. Es wird wichtig, das dritte freie Training optimal zu nutzen, um uns für das Qualifying in die bestmögliche Ausgangsposition zu bringen."
Teamchef Alan Permane hat eine Begründung für den Crash. "Er hat hart gepusht und ist einfach ein bisschen zu weit gegangen. Aber bis dahin lief das Auto gut und er lag in der Runde deutlich vorne, was positiv war."
Lawson zurück im Racing Bull: "Andere haben einen großen Schritt gemacht"
Liam Lawson meldete sich in den Trainings erstmals seit Wochen wieder bei den Racing Bulls zurück. Seit dem Niederlande-GP ging der Neuseeländer statt Isack Hadjar für Red Bull an den Start. Da der verletzte Hadjar nun wieder zurück ist, fährt Lawson wieder im Racing Bull.
"Es war schön, heute wieder in meinem eigenen Auto zu sitzen. Der Vormittag verlief recht positiv und wir fühlten uns konkurrenzfähig", so Lawson. Im ersten Training schaffte es Lawson sogar auf Platz sieben.
Dafür ging es im zweiten Training rückwärts. "Die anderen Teams schienen einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Sie haben auf den Geraden gewonnen, aber es geht auch viel um Kurvengeschwindigkeit, da haben sie ebenfalls viel Zeit gutgemacht. Das müssen wir uns anschauen." Für Lawson ging es daher zurück bis auf Platz zwölf.
"Wir sind dort, wo wir es erwartet hatten", resümiert Permane. "Nach dem, was wir heute gesehen haben, bleibt es unser Ziel, morgen mit beiden Autos in Q3 zu stehen." Mit einem stark wirkenden Haas und Audi könnte das für die Racing Bulls aber durchaus knapp werden.
Lawson kollidiert fast mit Hamilton: "Das ist so gefährlich!"
Doch für Lawson war das noch nicht alles. Auf seiner schnellen Runde in den Kurven 18 und 19 lief er plötzlich mit knapp 300 km/h auf einen langsamer fahrenden Hamilton auf. "Oh mein Gott, das ist so gefährlich", funkte Lawson. Doch der Neuseeländer nimmt Hamilton dafür nicht in die Pflicht.
"So ist dieses Reglement einfach. Er hatte zwei bis drei Sekunden Differenz zu mir. Das ist normalerweise sehr viel. Aber er nutzt keine Energie, ich dagegen alles. So hast du schnell 70 km/h Differenz. Das ist etwas, was wir uns anschauen müssen. Das war einfach unglücklich."
Mercedes dominierte das zweite Training - auch ohne großes Update. Was die Fahrer zur Update-Flaute sagen, besprechen wir in diesem Video. Jetzt anschauen!



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