George Russell gewinnt die Qualifying-Generalprobe der Formel 1 zum Italien GP 2026 in Monza. Der Mercedes-Pilot benötigte im 3. Freien Training 1:22,219 Minuten für die 5,793 Kilometer durch den Königlichen Park und konnte sich damit leicht vom Feld absetzen. Das Abschlusstraining wurde von Windschattenspielchen dominiert, am Ende kam es fast zur Kollision zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton.
Obwohl Mercedes wegen der Strafversetzung für Kimi Antonelli schon früh mit Windschattenspielchen für George Russell begann, fuhr der Brite seine schnellste Runde ohne Hilfe seines Teamkollegen. Zuvor hatte Antonelli Russell vor allem im ersten Sektor gezogen, weil dort bis zum Ende von Curva Grande die Flügel nicht aufgeklappt werden dürfen und der Windschatten-Effekt größer ist.
Das Ergebnis: Wie üblich wurde auf den Soft-Reifen für das Qualifying heute trainiert. Zwei Zehntel war Russell darauf schneller als Hamilton auf Rang zwei. Dahinter reihte sich überraschend Verstappen ein, der am Freitag noch größere Probleme hatte. Dreieinhalb Zehntel fehlten ihm auf die Bestzeit. Lokalmatador Antonelli beendete das Training wenige Tausendstel dahinter auf Rang vier.
Weltmeister Lando Norris landete auf Rang fünf vor Charls Leclerc im zweiten Ferrari. Arvid Lindblad bestätigte die starke Freitagsform der Racing Bulls auf Rang sieben. Oscar Piastri und das Alpine-Duo Pierre Gasly und Franco Colapinto komplettierten die Top-10. Nico Hülkenberg landete im Audi auf Rang elf.
Die Zwischenfälle: Liam Lawson sorgte für eine kurze Gelb-Phase, als er sich in der ersten Schikane drehte. Lawson wurde beim Umlegen auf die Linkskurve vom Heck seines Red Bull überholt. "Mit diesem Heck kann ich in langsamen Kurven nichts machen", schimpfte er am Funk und fuhr ohne Problem weiter.
Später im Training hatte Lawson in der zweiten Schikane Probleme. Allerdings war es diesmal George Russell, der ihm Probleme bereitete, nicht das Auto. Der Mercedes-Pilot stand ihm mitten in der Schikane im Weg, sodass Lawson durch die Auslaufzone musste. Esteban Ocon, direkt dahinter, wurde ebenfalls noch behindert. "Ich konnte nichts machen", entschuldigte sich Russell. Die Stewards untersuchen den Fall nicht.
Dafür dürfen sich die Stewards einmal mehr mit Carlos Sainz beschäftigen. Der Williams-Pilot soll während einer gelben Flagge nicht ausreichend verlangsamt haben. Auch Teamkollege Alexander Albon muss deshalb noch eine Strafe fürchten.

Kurz vor dem Ende der Session wurde es zwischen Verstappen und Hamilton richtig hitzig. Weil Hamilton vor dem letzten schnellen Versuch direkt vor Parabolica ausscherte und Verstappen überholte, fühlte sich der Niederländer provoziert. Er saugte sich im Windschatten auf Start und Ziel an und bremste sich in Kurve 1 mit Gewalt wieder vorbei. Fast wäre es zur Kollision der beiden Erzrivalen gekommen, Hamilton öffnete aber die Lenkung und verhinderte einen Zusammenstoß.
"Das hat er verursacht", funkte Verstappen sofort. Hamilton beschwerte sich, doch die Szene wurde von den Stewards nicht weiter untersucht. Erinnerungen an 2021 wurden wach, als die beiden beim Grand Prix an ebenjener Stelle kollidierten. Verstappen blieb damals auf dem Halo von Hamilton stehen.
Schon am Freitag wurde es in Monza kontrovers - allerdings neben der Strecke. Flavio Briatore sorgte in der Pressekonferenz für einen Eklat. Alle Details dazu gibt es von Christian im Video:



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