2027 ändert sich in der MotoGP einiges: Ride-Height-Devices werden verboten, die Aerodynamik beschnitten und Motoren auf 850ccm begrenzt. Zudem gibt es auch noch einen neuen Reifenlieferentan: Pirelli übernimmt von Michelin. Das ist inzwischen schon anderthalb Jahre bekannt. Rund um das MotoGP-Wochenende in Aragon enthüllte 'Motorsport.com' nun aber, dass es 2027 mit Blick auf das schwarze Gold auch noch eine weitere, nicht unwichtige Veränderung geben wird.

Worum es geht? Ganz einfach: Bei Michelin war die Unterscheidung zwischen den einzelnen Reifentypen - also ob Soft, Medium oder Hart - für Ausstehende bislang sehr schwierig. Nur schwer erkennbare Markierungen kennzeichneten und kennzeichnen die unterschiedlichen Gummis noch heute. Offenbar ein Dorn im Auge von Pirelli, denn das soll sich ab kommender MotoGP-Saison ändern.

Michelin macht es Fans nicht leicht zu erkennen, welcher Fahrer welchen Reifen fährt, Foto: KTM Media Library / Rob Gray
Michelin macht es Fans nicht leicht zu erkennen, welcher Fahrer welchen Reifen fährt, Foto: KTM Media Library / Rob Gray

Laut Informationen unseres Journalistenkollegen German Garcia Casanova werden die unterschiedlichen Reifentypen Pirellis ab 2027 farblich markiert und damit dann auch von der Tribüne oder vom Fernseher aus sofort zu identifizieren sein. In Aragon hätten alle fünf MotoGP-Hersteller ein neues Kontingent an jeweils 80 Reifensätzen für private Testfahrten erhalten, bei denen die farblichen Markierungen bereits angebracht waren.

Welcher Reifentyp künftig welche farbliche Markierung erhalten wird, ist noch nicht bekannt. Als Vorbild könnte aber die Formel 1 dienen. Dort fungiert Pirelli schon seit 2011 als Einheitslieferant und setzt seither auf ein etabliertes Muster: Rot für Soft, Gelb für Medium, Weiß für Hart, Grün für Intermediate und Blau für Regenreifen. Das könnte 2027 auch für die MotoGP so übernommen werden. Denn beim Brünn-Test Ende Juni wurden die sieben verschiedenen Front- und acht verschiedenen Heck-Spezifikationen bereits auf drei verschiedene Härtegrade Soft, Medium und Hart aufgeteilt. Zudem steht bereits fest, dass der Intermediate unter Pirelli in die MotoGP zurückkehren wird. Michelin hatte diesen 2017 gestrichen. Damit wäre Rot, Gelb, Weiß, Grün und Blau auch in der Königsklasse auf zwei Rädern möglich.

Die 2026er-Reifen von Pirelli beim Test in Abu Dhabi aufgestellt
So könnten ab 2027 auch die MotoGP-Reifen markiert sein, Foto: Motorsport-Magazin.com

Farbliche Reifenmarkierungen in der MotoGP: Wie gefällt euch das? Sagt uns eure Meinung zu diesem Thema in den Kommentaren! Über den aktuellen Stand der Entwicklung bei Pirelli informiert euch derweil Motorradrenndirektor Giorgio Barbier, den wir beim Tschechien-GP zum Exklusiv-Interview getroffen haben: