Am 14. und 15. April 2026 hält die Formel 1 in der durch die Absage zweier Rennen bedingten April-Zwangspause stattdessen hinter verschlossenen Türen ein kleines Nürburgring-Comeback ab. Für einen zweitägigen Reifentest von Einheitslieferant Pirelli sind McLaren und Mercedes in die Eifel gereist - und der MCL40 ging prompt wieder kaputt. Seine Fahrer nutzten die Chance für einen Ausflug auf die Nordschleife.
Natürlich nicht mit dem Formel-1-Auto. Der MCL40 und W17 wurden den ganzen Tag über von Oscar Piastri und George Russell auf dem Grand-Prix-Kurs bewegt. Zweck der Testfahrten ist das Sammeln von Daten für Pirelli für mögliche Reifen-Updates im nächsten Jahr. Wie üblich sind solche Testfahrten streng reglementiert und überwacht. Noch nie im Renneinsatz gewesene Teile oder Messinstrumente dürfen beide Teams dabei nicht nutzen, und das komplette Programm geben Pirellis Techniker vor.

Auch vor diesem Hintergrund ist die Wahl des Nürburgrings für den Test zu erklären. Die Strecke ist nicht im Formel-1-Kalender 2026. So verschaffen die zwei Test-Tage McLaren und Mercedes keinen Vorteil in Sachen Energie-Management für einen Grand Prix später im Jahr.
McLaren geht bei Nürburgring-Test kaputt
Trotzdem ist es für die Teams natürlich auch angenehm, mit den noch unerprobten neuen Autos Runden drehen zu können. Mercedes erging es dabei deutlich besser. Russell spulte an einem morgens noch feuchten, aber danach trockenen Tag 127 Runden für 654 Kilometer ab. Am Vormittag wurden diverse neue Konstruktions-Prototypen des mittleren C3-Reifens in 8-Runden-Stints evaluiert. Am Nachmittag fuhr man Longruns mit den vielversprechendsten Designs.
Dieser Teil des Tests blieb fast exklusiv Russell vorbehalten. Denn am McLaren trat ein nicht näher definiertes technisches Problem auf, welches Piastri fast den ganzen Nachmittag in der Garage hielt. Piastri fuhr nur 65 Runden für 335 Kilometer. Die schnellsten Zeiten sagen bei diesen Programmen natürlich nichts aus - Russell war Schnellster mit 1:33,899. Das war über acht Sekunden langsamer als die Pole-Zeit beim letzten Rennen im Jahr 2020.
Zum Glück für Piastri gab es am Abend für ihn deutlich mehr Unterhaltung als in der McLaren-Garage darauf zu warten, dass seine Mechaniker den MCL40 für einen Reifentest wieder fit bekamen. McLaren schien die Gelegenheit zu nutzen und Piastri sowie Lando Norris mit 750s-Straßenautos für einen Promo-Videoshoot auf die Nordschleife loszulassen.
Am Mittwoch geht es auf der Grand-Prix-Strecke mit dem zweiten Teil des Tests weiter, bei dem dann Norris und WM-Leader Kimi Antonelli am Steuer der F1-Autos sitzen werden. Mehr Nordschleifen-Rennaction gibt es dafür am Wochenende bei den 24h-Qualifying-Rennen am Samstag und am Sonntag. Bei denen wird Max Verstappen wieder am Start stehen.



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