Das Tauziehen um die Zukunft der Formel 1 hat begonnen: Am Donnerstag trafen sich die technischen Experten der Teams und Motorenhersteller in London. Ziel der Sitzung war es, Lösungen für die zentralen Probleme in Bezug auf die Sicherheit und die Attraktivität des Qualifyings zu diskutieren.
Wie erwartet wurden nach dem Meeting in London keine konkreten Maßnahmen verkündet. "Es bestand weitgehend Einigkeit darüber, dass die bisherigen Rennen zwar spannenden Motorsport geboten haben, man sich jedoch dazu verpflichtet sieht, in bestimmten Bereichen – insbesondere beim Energiemanagement – Anpassungen am Reglement vorzunehmen", hieß es in einer im Anschluss von der FIA veröffentlichten Stellungnahme.
Auch unter den Fahrern wird das Reglement heißt diskutiert. Alexander Wurz enthüllt, wie emotional es derzeit in der GPDA-WhatsApp-Gruppe mit allen 22 Fahrern zugeht.
Der Dialog sei konstruktiv verlaufen, auch wenn die wettbewerbsorientierten Interessen der Hersteller wie gewohnt für Reibung gesorgt haben dürfen. Denn selbst wenn Einigkeit darüber besteht, dass es Handlungsbedarf gibt, zeigt die Vergangenheit, dass eine schnelle Regelumsetzung in der Königsklasse schwierig ist, da die Eigeninteressen häufig über dem Gesamtwohl stehen.
F1-Reglement 2026: Weitere Meetings im April angesetzt
Das Treffen in London war der Auftakt eines intensiven Meeting-Marathons, der bereits zu Saisonbeginn vereinbart wurde. Laut FIA erfolgte die Terminplanung bewusst im April, um nach den ersten drei Saisonrennen ausreichend technische Daten für fundierte Diskussionen zur Verfügung zu haben.
"Im Rahmen dieser gemeinsamen Abstimmungen sind in den kommenden zwei Wochen weitere Treffen geplant. Am 15. April findet eine Sitzung zum sportlichen Reglement statt, bei der mögliche Änderungen in Abschnitt B zur Unterstützung technischer Anpassungen diskutiert werden. Die nächste technische Sitzung ist für den 16. April angesetzt. Dort werden die heute besprochenen Punkte weiter vertieft und neue Themen eingebracht. Ein hochrangiges Treffen mit Vertretern aller Interessengruppen ist für den 20. April geplant."
Der FIA-Fahrplan vor dem Miami GP
- 15. April: Fokus auf das Sportliche Reglement und Anpassungen in Abschnitt B
- 16. April: Nächste technische Sitzung zur Vertiefung der bisherigen Punkte
- 20. April: Hochrangiges Treffen aller Interessengruppen
Ziel ist es, Vorschläge auszuarbeiten, die danach vom FIA-Weltrat für Motorsport (World Motor Sport Council) ratifiziert werden. Trotz des konstruktiven Dialogs ist die Skepsis im und außerhalb des F1-Paddocks groß. Dr. Helmut Marko, der am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz in Wien auf das Treffen angesprochen wurde, meinte: "Es wird Adaptionen geben, aber ob man es so hinkriegt, dass wieder der Fahrer das entscheidende Element ist, kann ich derzeit nicht beurteilen."



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