Gianpiero Lambiase verlässt Red Bull und wechselt zu McLaren. Für viele schlug diese Nachricht wie eine Bombe ein, doch nicht im Hause Verstappen. Jos Verstappen verriet nun beim Shakedown zur TAC-Rallye: Der Formel 1-Wechsel war ein Abschied mit Ansage. "Wir wussten es schon eine Weile und wir wussten auch, wann es passieren wird", stellte der 54-Jährige klar.

McLaren rüstet auf, Red Bull verliert wichtige Schlüsselfigur

Red Bull bestätigte am Donnerstag in einer offiziellen Pressemitteilung, dass Lambiase seinen Vertrag bis Ende 2027 erfüllen wird. Bis dahin bleibt "GP" in seiner Doppelrolle als Head of Racing und Renningenieur für Max Verstappen an Bord. Fast zeitgleich machte McLaren Nägel mit Köpfen und ließ via Pressemitteilung wissen: Lambiase wird ab 2028 die Rolle des Chief Racing Officer übernehmen. Er untersteht damit direkt Teamchef Andrea Stella.

Laut Dr. Helmut Marko wiegt der Verlust von GP schwer. Mehr dazu hier:

"Es ist eine riesige Chance für ihn. Wir haben ihm gesagt, dass er diese Chance mit beiden Händen ergreifen muss. Es liegt jetzt an Red Bull, einen adäquaten Ersatz zu finden", erklärte Jos Verstappen. Nach Rob Marshall und Will Courtenay ist Lambiase bereits der dritte hochkarätige Neuzugang, den McLaren aus Milton Keynes abwirbt. Ein Aderlass, der die Gerüchteküche um ein vorzeitiges Karriereende von Max Verstappen erneut befeuert.

Keine Lust auf Elektro-F1: Zieht Verstappen jetzt den Stecker? (20:37 Min.)

Jos Verstappen: Max bleibt F1 treu

Doch Jos sieht seinen Sohn weiterhin in der Königsklasse. Gegenüber RaceExpress.com sagt er: "Ich glaube, dass er weitermacht - zumindest noch eine Weile." Dennoch sparte der 107-fache GP-Starter nicht mit Kritik an der aktuellen Formel 1. "Manchmal schaue ich rein, schalte den Fernseher aber schnell wieder aus, weil es mich nicht mehr interessiert. Das ist nicht mehr das, wofür die Formel 1 steht. Jetzt ist es eher ein Ingenieurswettbewerb, bei dem die Fahrer keinen Unterschied mehr ausmachen können. Und das finde ich schade", so Verstappen.

Somit ist es für ihn kein Wunder, dass es Max Verstappen immer öfter auf die Langstrecke zieht. "Man hat am Nürburgring gesehen, wie sehr er das genießt. Es ist verrückt, dass GT3-Sport derzeit bessere Rennen liefert als die Formel 1." Einen kleinen Funken Hoffnung hat Jos Verstappen aber noch: "Es sieht so aus, als würden die FIA und die F1 die Regeln doch noch anpassen. Sie wissen ganz genau, was zu tun ist."

Die FIA und die technischen Verantwortlichen der Formel-1-Teams und Motorenhersteller tagten in London. Der Dialog war konstruktiv, doch findet man wirklich eine Lösung für die zentralen Probleme?