Seit dem Ende seiner Formel-1-Karriere 2022 macht sich Sebastian Vettel für zahlreiche soziale, humanitäre und Klimaschutz-Projekte stark. In diesem Jahr kommt zu diesem Engagement noch ein weiteres Kapitel dazu, diesmal mit einem ambitionierten sportlichen Hintergrund.
Vettel wird nämlich am 26. April am prestigeträchtigen London-Marathon teilnehmen und dabei für den guten Zweck sammeln. Das teilte Formel-1-Broadcaster Tom Clarkson in einem Charity-Beitrag auf der Webseite des Rennens mit, der gemeinsam mit Vettel an den Start gehen wird. Clarkson tritt in der Königsklasse als Moderator der offiziellen Pressekonferenzen auf und ist als Host für den offiziellen F1-Podcast 'Beyond The Grid' tätig.
Formel-1-Host bestätigt: Sebastian Vettel läuft London-Marathon
"Ich laufe zusammen mit meinem Sohn, meiner Tochter sowie dem vierfachen F1-Weltmeister Sebastian Vettel", schrieb Clarkson in diesem Beitrag. Dabei sammeln Clarkson und Vettel Geld für die 'Brain & Spine Foundation', eine britische Stiftung, die sich für Menschen mit neurologischen Beeinträchtigungen einsetzt, und welche 1992 vom damaligen F1-Rennarzt Sid Watkins gegründet wurde.
Außerdem laufen Vettel und Clarkson auch für den 'Grand Prix Trust'. Dieser hat sich auf die Fahne geschrieben, eine soziale Absicherung für Mitarbeiter von F1-Teams bereitzustellen, und finanziert außerdem Stipendien für Motorsport-zentrierte Studiengänge.
Vettel selbst kommentierte die Teilnahme auf seinen Social-Media-Kanälen noch nicht. Dass er durchaus Gefallen am Laufsport hat, zeigte sich schon in der Vergangenheit. 2024 hatte er im Rahmen des Formel-1-Wochenendes in Imola einen Gedenklauf für Ayrton Senna orgaisiert. Die brasilianische F1-Legende war 30 Jahre zuvor auf der italienischen Strecke tödlich verunglückt. Ein paar Tage später legte Vettel einen etwas PS-lastigeren 'Run' hin:
Auch bei sein Abschiedsrennen aus der Formel 1 in Abu Dhabi 2022 zelebrierte Vettel mit einem organisierten Lauf rund um die Strecke. Welche Zeit er dafür benötigte, ist nicht überliefert und so kann erst recht nur darüber gemutmaßt werden, wie schnell Sebastian Vettel den 42,195 Kilometer langen Kurs in London absolvieren kann. Tom Clarkson gab in einem Beitrag auf Twitter nur einen kurzen Hinweis: "Jap, er ist schnell."
Nicht der erste Formel-1-Weltmeister: Vettel wandelt auf den Spuren von Damon Hill
Der London-Marathon ist einer der teilnehmerreichsten und prestigeträchtigsten Läufe der Welt und zählt zu den sogenannten 'Marathon Majors', ein Status, der in Europa ansonsten nur dem Berlin-Marathon zufällt. Die Teilnahme über Wohltätigkeitsinitativen bei international bedeutenden Marathons hat Tradition - auch in Verbindung mit der Formel 1. 2024 trat beispielsweise Ex-Formel-1-Weltmeister Damon Hill in London als Team-Captain für die Marathon-Teilnehmer der 'Brain & Spine Foundation' auf.
Prestigeträchtige Läufe, wie der Marathon von New York oder eben auch in London, reservieren ein gewisses Kontingent ihrer Startplätze für ausgewählte Charity-Organisationen. Diese Plätze werden anschließend von den jeweiligen Organisationen an Läufer vergeben, die im Gegenzug eine gewisse Summe an Spendengeldern einsammeln. Für viele Hobby-Läufer ist das die einzige Gelegenheit, um eine Teilnahme zu garantieren. Denn die circa 50.000 Startplätze für den Marathon in London sind heiß begehrt. Für 2026 gab es über 1,1 Millionen Bewerber, unter denen über ein Lotterieverfahren die verbleibenden Plätze zugelost wurden. Startplätze für Charity-Läufer und Elite-Sportler sind von diesem Losglück ausgenommen.
In die Formel 1 wird Vettel als Fahrer wohl nicht mehr zurückkommen, aber andere Motorsport-Disziplinen reizen ihn nach wie vor. Etwa die 24 Stunden von Le Mans:



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