Die Formel 1 2026 beginnt für Valtteri Bottas mit guten News. Der Fahrer des neuen Cadillac-Teams gibt am Wochenende beim Rennen in Australien sein Comeback in der F1 - und hatte auf der Anreise nach Down Under eigentlich noch eine Hypothek aus seiner ersten Karriere im Gepäck. Ursprünglich wäre er gleich beim Auftakt mit einer Startplatzstrafe in die Saison gestartet, doch diese hat sich noch vor dem ersten Training verflüchtigt. Eine kurzfristige Regeländerung erlöst den Finnen.

"Es ist großartig, für das erste Rennen der Saison 2026 zurück im Paddock von Melbourne zu sein. Es kommt noch besser, ich habe gute Nachrichten für euch! Wisst ihr noch, meine Strafversetzung um fünf Plätze? Die gibt's nicht mehr! Mit den neuen Regeln ist sie verschwunden. Was für ein Glück", gab Bottas am Donnerstag per Instagram-Post bekannt. Eigentlich hätte er sich am Sonntag fünf Plätze weiter hinten im Grid einreihen müssen.

Als sich der 36-jährige Finne beim Saisonfinale 2024 in Abu Dhabi vorerst aus der Königsklasse verabschiedete, nahm er sich als Andenken eine 5-Place-Grid-Penalty mit. Kollisionen mit seinem neuen Cadillac-Teamkollegen Sergio Perez so wie dem damaligen Haas-Fahrer Kevin Magnussen, hatten ihm gleich zwei Zeitstrafen eingebracht.

Da Bottas im besagten Grand Prix nicht die Zielflagge sah und die Zeitstrafen aufgrund des Ausfalls nicht ableisten konnte, wurden sie in eine Startplatzstrafe für seine nächste Rennteilnahme umgewandelt. Während seiner Auszeit als Mercedes-Ersatzfahrer nahm er 2025 an keinem Rennen teil. Dementsprechend blieb die Strafe bestehen - bis heute.

Formel 1 ändert Regeln 2026: Fahrer müssen alte Grid-Strafen nicht antreten

Ursprünglich besagte Artikel B1.9.5.h der Sporting Regulations, dass "Klassifizierten Fahrern, die insgesamt 15 oder weniger Grid Penalties erhalten haben, eine vorläufige Startposition zugewiesen wird, die ihrer Qualifikationsplatzierung plus der Summe ihrer Strafplätze entspricht." Die Startplatzstrafen hatten, anders als die Strafpunkte, die nach zwölf Monaten gelöscht werden, kein Verfallsdatum. Demnach hätte Bottas seine Strafe vom F1-Finale am 8. Dezember 2024 in Abu Dhabi am kommenden Sonntag in Melbourne ableisten müssen.

Doch diese Regeln hat die Formel 1 für 2026 nun geändert. Im aktualisierten Passus des entsprechenden Artikels verfallen die Startplatzstrafen nach einem Jahr. Per Definition ist nun von "einer Verschiebung um eine beliebige Anzahl von Startpositionen für den nächsten Sprint oder das nächste Rennen, an dem der Fahrer in den folgenden zwölf (12) Monaten teilnimmt." die Rede.

In diesem Zuge wurde auch der Artikel B2.5.4b angepasst: "Klassifizierten Fahrern, die in den letzten zwölf (12) Monaten insgesamt 15 oder weniger nicht verbüßte Grid Penalties für das Rennen haben, wird eine vorläufige Startposition zugewiesen, die ihrer Qualifikationsplatzierung plus der Summe ihrer nicht verbüßten Strafplätze entspricht."

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