Williams präsentierte am Dienstag die 2026er Lackierung des neuen FW48 - doch im Mittelpunkt standen die sportlichen Startschwierigkeiten des Teams: Die 'geheimen' Formel-1-Testfahrten in Barcelona musste Williams sausen lassen, da das Team den Boliden nur auf Biegen und Brechen fertigstellen hätte können. Erst mit rund einer Woche Verspätung drehte der FW48 im Rahmen eines Filmtages die ersten Runden. Teamchef James Vowles verrät nun das größte Problem am verpassten Test.

James Vowles: Echtes Problem nicht die Fahrerbelastung

Obwohl mit dem neuen Reglement die Belastung der Fahrer steigt, weil das Auto durch die neue elektrische Komponente anders gefahren werden muss, sieht Vowles für seine beiden Piloten keinen Nachteil. "Wir haben Millionen in unseren Driver-in-Loop-Simulator investiert, um das Auto mit dem neuen elektrischen System realistisch nachzubauen", beruhigte der Teamchef vorerst. "Außerdem ist Barcelona so spezifisch, dass die Charakteristik der Strecke nicht auf alle anderen übertragen werden kann."

Der eigentliche Knackpunkt liegt woanders. Ganz oben auf Vowles Prioritätenliste steht die Charakterisierung und Korrelation des Gesamtpakets aus Aerodynamik, Fahrzeugdynamik und Fahrwerk. "Auf dem Prüfstand und in der Simulation lässt sich zwar vieles abbilden, aber es muss korrekt eingemessen und abgeglichen werden, um sicherzustellen, dass wir nicht irgendwo falsch abgebogen sind", meinte Vowles. Genau dieser Check fehlte dem Team bisher.

Am Mittwoch fuhr der Williams die ersten realen Runden auf der Rennstrecke, wodurch das Team wertvolle Einblicke in mögliche Probleme bekam. Alles dazu findet ihr hier:

Williams mit Vorsprung in Bahrain?

Dennoch behält Vowles die Ruhe. Der Grund dafür ist: die Kooperation mit Mercedes. Williams ist seit 2014 Mercedes-Kundenteam und bezieht für 2026 sowohl das Getriebe als auch die Power Unit vom Team aus Brackley. "Wir haben das Glück, dass Mercedes über genügend Testfahrzeuge verfügt, sodass wir viele Informationen erhalten, die uns einen Vorsprung in Bahrain verschaffen werden", meinte der Brite.

Der nächste Gradmesser folgt bei den Testfahrten am 11. Februar - drei Wochen vor Saisonstart. Bis dahin will Vowles alle Probleme, die während der Fahrt am Filmtag aufgekommen sind, behoben haben. "Wir müssen sicherstellen, dass keine bösen Überraschungen auftreten", so der Teamchef. "Wenn keine auftreten, ist das gut. Wenn doch, könnte uns das um eine Woche zurückwerfen."

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