Adrian Sutil sitzt im Gefängnis. Angesichts dieser Schlagzeile fragt man sich: Was ist bloß passiert? Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde der frühere Formel 1-Pilot von Beamten des Stuttgarter Landeskriminalamts festgenommen. Gegen den Deutschen, der in den vergangenen Jahren angeblich mit Luxusautos gehandelt haben soll, wird laut dem Bericht wegen Verdachts auf gemeinschaftlichen Betrug und Unterschlagung ermittelt. Er wurde im Zuge einer internationalen Razzia festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft in einem Gefängnis in Baden-Württemberg. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Es ist nicht das erste Mal, dass Adrian Sutil mit dem Gesetz in Konflikt gerät. 2011 wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt. Er hatte bei einem Streit in einer Disco nach dem Großen Preis von China am 17. April 2011 den Luxemburger Geschäftsmann und Lotus-Renault-Mitbesitzer Eric Lux mit einem Glas am Hals schwer verletzt.

Sutil gewann 2006 die japanische Formel-3-Meisterschaft und schaffte anschließend den Sprung in die Formel 1: Sein Renndebüt gab er beim Großen Preis von Australien 2007 im Spyker-Cockpit. 2008 übernahm Vijay Mallya den Rennstall und benannte ihn in Force India um. Bis 2011 war Sutil Teil des Teams, dann wurde er am Ende der Saison 2011 von Nico Hülkenberg ersetzt. Nach seiner Zeit bei Force India bestritt er 19 Rennen für Sauber, in denen er ohne Punkte blieb. Nach seinem unfreiwilligen Abschied heuerte er 2015 als Ersatzfahrer bei Williams an.

Übrigens: Nachdem Hülkenberg in diesem Jahr in Silverstone aufs Podest fuhr, hält Sutil wieder den Rekord für die meisten GP-Teilnahmen (128) ohne Podiumsplatz.