Die letzte Trainingsbestzeit zum Las Vegas GP 2025 geht an George Russell. Der Mercedes-Pilot benötigte im 3. Freien Training auf dem 6,201 Kilometer langen Las Vegas Strip Circuit 1:34,054 Minuten und ließ damit Weltmeister Max Verstappen hinter sich. Bei zunächst feuchten Bedingungen verzichtete McLaren auf schnelle Runden am Ende der Session und belegte so nur die letzten beiden Ränge.

Das Wetter: Die Rundenzeiten waren nach Regenfällen langsamer als am Trainingstag. Zu Beginn der Session war die Strecke noch leicht feucht, sodass die ersten 30 Minuten ausschließlich Intermediates zum Einsatz kamen. Bei lediglich 13 Grad Asphalt- und Streckentemperatur trocknete der Asphalt nur langsam ab. Bis zum Qualifying besteht nur noch eine geringe Regenwahrscheinlichkeit, das Rennen soll bei trockenen Bedingungen stattfinden.

Das Ergebnis: Weil sich die Streckenbedingungen permanent änderten und ganz zum Schluss noch einmal Regentropfen vom Himmel kamen, ist das Ergebnis der Qualifying-Generalprobe nicht besonders repräsentativ, auch wenn alle Rundenzeiten auf den Soft-Reifen gefahren wurden.

Darauf war George Russell gut zwei Zehntelsekunden schneller als Max Verstappen. Dahinter klaffte bereits eine große Lücke: Alexander Albon reihte sich mit acht Zehntel Rückstand auf Rang drei ein, Isack Hadjar mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf Rang vier. Lewis Hamilton wurde im Ferrari Fünfter vor Kimi Antonelli im zweiten Mercedes und Liam Lawson im Racing Bullen. Das Aston-Martin-Duo Lance Stroll und Fernando Alonso sowie Pierre Gasly komplettierten die Top-10.

Charles Leclerc machte die gesamte Session über erneut einen starken Eindruck, landete aber nur auf Rang 15. Nico Hülkenberg griff erst am Ende des Trainings ins Geschehen ein und wurde 17. Oscar Piastri und Lando Norris standen am Ende der Session in der Garage und landeten deshalb mit drei Sekunden Rückstand auf den letzten beiden Rängen.

Die Zwischenfälle: Trotz der schwierigen Bedingungen gab es kaum Ausrutscher, die Piloten gingen kurz vor dem Qualifying nicht volles Risiko. Trotzdem hätte Lewis Hamilton fast unverschuldet für Karbonschrott gesorgt. Auf seiner ersten schnellen Runde auf den Slicks lief er am Ende des Strips auf eine Gruppe langsam fahrender Autos auf.

Weil Isack Hadjar am Scheitelpunkt mitten auf der Ideallinie fuhr, musste Hamilton die Lenkung öffnen und in den Notausgang fahren. Der Rekordsieger der Formel 1 konnte einen heftigen Auffahrunfall nur knapp vermeiden. Der Zwischenfall wurde notiert aber schnell ohne Konsequenzen ad acta gelegt.

Nach zwei Roten Flaggen im 2. Freien Training wegen eines losen Gullideckels verlief das Abschlusstraining ohne Zwischenfälle. Am fraglichen Gullideckel hatte es ein Problem mit dem Schließmechanismus gegeben. Anschließend wurden alle Gullideckel auf oder nahe an der Ideallinie überprüft, an 14 Stellen wurde sicherheitshalber geschweißt.

Die Technik: Liam Lawson verlor zu Beginn der Session Karbonteile auf der langen Geraden. Obwohl sich auch größere Teile von seinem Formel-1-Auto lösten, konnte er ohne Probleme weiterfahren. Auch sein Red-Bull-Nachfolger hatte Technik-Pech: Yuki Tsunoda musste wegen eines schleichenden Plattfußes an die Box fahren.

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Damit ihr euch mit dem Wecker nicht verzockt, haben wir für euch Zeitplan und TV-Übertragungen für Las Vegas zusammengetragen.