Nun ist es raus: Franco Colapinto fährt auch 2026 für Alpine. Ist damit endlich Schluss mit dem teaminternen Fahrerkarussell? Mit einem Tweet von Oscar Piastri nahm Alpines Fahrer-Unheil 2022 seinen Lauf.
Am 2. August 2022 veröffentlichte Alpine eine Pressemitteilung, in der Oscar Piastri als Nachfolger für Fernando Alonso in der Saison 2023 bekanntgegeben wurde. Dabei gab es jedoch ein großes Problem: Piastri hatte nie einen Vertrag bei Alpine unterzeichnet. Nur zwei Stunden nach der offiziellen Verkündung seitens des Teams dementierte Piastri seine Verpflichtung auf Twitter. Damit stand Alpine nun ohne Fernando Alonso und ohne seine Nachwuchshoffnung Oscar Piastri da.
Personal-Rochaden ziehen sich durch das ganze Alpine-Team
Alpine beendete die Saison 2022 auf dem vierten Platz der Konstrukteurs-WM. Für 2023 musste man sich jedoch um einen neuen zweiten Piloten neben Esteban Ocon umsehen. Die Personalrochaden setzten sich in den darauffolgenden Monaten in den höheren Etagen fort. 12 Monate nach dem Piastri-Alonso-Fiasko waren Laurent Rossi und Otmar Szafnauer nicht mehr im Unternehmen.
Nach dem Großen Preis von Belgien 2023 mussten Teamchef Otmar Szafnauer, F1-Sportchef Alan Permane und Technikdirektor Pat Fry das Team verlassen. Laurent Rossi verabschiedete sich bereits eine Woche zuvor aus Enstone. Bruno Famin übernahm interimsmäßig die Verantwortung als Renault-Motorenchef, Alpine-Teamchef und Motorsportchef. Philippe Krief wurde ihm als Alpine-CEO zur Seite gestellt.
Das Ziel der neuen Mannschaft war es, um Podien zu kämpfen und in der Gesamtwertung P3 zu erreichen. Stattdessen rutschte Alpine auf den sechsten Platz ab. Auch 2024 konnte sich das Team nicht verbessern. In der Gesamtwertung reichte es zwar erneut für Rang 6, doch die Punkteausbeute durch Ocon und Pierre Gasly fiel noch magerer aus als im Vorjahr. Auch der Teamchefwechsel von Famin zu Oliver Oakes in der Sommerpause brachte keine Verbesserung.
Flavio Briatore zurück im Rampenlicht
Auch nach 2023 drehte sich das Personal-Karussell munter weiter. 2024 holte der Renault-Konzern unter dem damaligen CEO Luca de Meo Flavio Briatore als Berater ins Boot, um das angeschlagene F1-Team auf Schiene zu bringen. Briatore sicherte sich den Formel-2-Teamchef Oliver Oakes als Leiter des operativen Geschäfts. Im Mai 2025 gab Oakes seinen Rücktritt bekannt.
Bereits Anfang des Jahres verabschiedete sich Esteban Ocon in Richtung Haas - an seiner Stelle kam Jack Doohan. Der Rookie musste jedoch bereits nach sechs Rennen aufgrund fehlender Leistungen sein Cockpit räumen. Briatore gab dem argentinischen Talent Franco Colapinto das zweite Alpine-Cockpit und holte Steve Nielsen an Bord. Seit 1. September fungiert Nielsen offiziell als "Managing Director".
Auch performancetechnisch läuft es für Alpine turbulent, wenn nicht sogar katastrophal. Mit nur 20 Punkten in der Konstrukteurswertung ist das Team aus Enstone das Schlusslicht und hat keine Chance auf Besserung. Gasly liegt auf dem 18. Platz in der Fahrerwertung, Colapinto ist Letzter. Trotzdem konnte das Team beide Fahrer für die kommende Saison verpflichten. Kehrt damit endlich die nötige Ruhe im Team ein?
Alpine hinkt dem Formel-1-Feld 2025 hinterher, aber diesen Preis zahlt Pierre Gasly gerne, wenn dafür 2026 der Durchbruch kommt. Mehr dazu hier:



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