Bei den Racing Bulls könnten die Formel 1-Trainingsleistungen in FP2 nicht weiter auseinanderklaffen. Während Isack Hadjar eine Top-Zeit liefert und sich auf dem zweiten Platz hinter Oscar Piastri einreiht, erleidet sein Teamkollege ein komplett gegensätzliches Schicksal. Liam Lawson crasht und bleibt mit einem fehlenden Vorderrad in der Boxeneinfahrt liegen.

Bitterer Trainingsfreitag für Liam Lawson beim Grand Prix von Singapur

Noch vor zwei Wochen feierte Lawson beim Grand Prix von Aserbaidschan mit dem fünften Platz sein bestes Karriereergebnis. Diese Leistung kann er am Freitag in Singapur nicht bestätigen. Am Ausgang von Turn 17 legte der Neuseeländer einen Slide hin und touchierte daraufhin die Mauer. Den rechten Vorderreifen zog es dabei von der Felge. Er rollte noch bis zum Boxeneingang, musste dort aber abstellen. Die Folge: rote Flagge.

Lawson wirkte nach seinem Ausritt in die Wand sichtlich geknickt. Körperlich fehlt dem Racing-Bulls-Pilot aber nichts. "FP2 lief nicht, wie ich es mir erhofft hatte. Ich habe den Kerb in Kurve 16 etwas zu aggressiv genommen und bin dadurch in Kurve 17 in die Wand gerutscht. Wir haben ein paar unterschiedliche Modifikationen am Auto ausprobiert, bevor meine Session beendet war, aber wir müssen auf jeden Fall noch einige Veränderungen über Nacht vornehmen", so Lawsons Resümee. Immerhin: Mit der Pace des Autos war er sehr zufrieden, nachdem es in FP1 nur zu Platz 15 gereicht hatte.

Legt Hadjar im FP2 den Grundstein für das nächste F1-Podest?

Ganz anders ist die Stimmung auf der anderen Seite der Racing-Bulls-Garage: Teamkollege Isack Hadjar bestätigt seinen Aufwärtstrend am Marina Bay Street Circuit. Bereits beim Grand Prix der Niederlande konnte der Franzose überzeugen. Mit P3 im Rennen in Zandvoort fuhr er sein erstes Podium ein und wird seither als eines der heißesten Eisen für das Red-Bull-Cockpit neben Max Verstappen für 2026 gehandelt.

In den Freitagstrainings in Singapur lieferte er abermals ab und reihte sich in FP2 hinter Oscar Piastri auf dem zweiten Platz ein. Damit lag er noch vor Max Verstappen. Auch das FP1 beendete Hadjar in den Top 10 und legte damit einen starken Debüt-Start ins Wochenende hin.

"Heute war mein erster Trainingstag überhaupt in Singapur, und ich habe mich sofort sehr wohl im Auto gefühlt. Mir liegt der Kurs, und das Auto funktioniert gut“, resümierte Hadjar und fügte hinzu: "Wir sind erst spät in der Session auf schnelle Runden gegangen und haben trotzdem ein gutes Ergebnis erzielt."