Das ist ein klarer Fingerzeig für den weiteren Verlauf des DTM-Rennwochenendes in Oschersleben: Manthey-Porsche hat beide Freien Trainings am Freitag auf den Plätzen eins und zwei abgeschlossen. Thomas Preining setzt sich im internen Duell erneut gegen seinen Teamkollegen Ricardo Feller durch und errang die Bestzeit.
Preining benötige am Nachmittag 1:22.425 Minuten für seine schnellste Runde in der Magdeburger Börde - sieben Hundertstelsekunden schneller als im 1. Training (1:22.493 Minuten). Der Schweizer Feller belegte Platz zwei mit 0,081 Sekunden Rückstand. Der Porsche 911 GT3 R zählt ohnehin zu den Favoriten auf dem technischen Kurs mit seinen 14 langsamen und mittelschnellen Kurven - Preining und Feller machten daraus in den Trainings kein Geheimnis.
Lamborghini im Porsche-Windschatten
Die beiden Manthey-Porsche eilten der Konkurrenz allerdings nicht komplett davon: Luca Engstler (Abt-Lamborghini) ordnete sich mit nur 0,091 Sekunden Rückstand auf dem dritten Platz ein. Mirko Bortolotti im einzigen Lamborghini Temerario GT3 von GRT setzte mit P5 ebenfalls ein Ausrufezeichen. Der Ex-Champion war am Vormittag sogar auf Platz drei gelandet. Kann der bisher eher strauchelnde Temerario an die erfolgreiche Oschersleben-Vergangenheit des Vorgängermodells namens Huracan anknüpfen?
Gute Chancen auf viele Punkte kann sich auf jeden Fall Mercedes-AMG ausrechnen. Lucas Auer, Maro Engel und Jules Gounon sortierten sich auf den Positionen vier, sechs und sieben ein. Mit Ausnahme von Nachwuchstalent Tom Kalender (P10) machten sich wie im 1. Training drei Mercedes-AMG GT3 in den Top-7 breit. Auer als schnellstem Stern-Fahrer fehlten 0,239 Sekunden zu Landsmann Preining.
Alle Teams entschieden sich zum Ende der 45-minütigen Session für eine Qualifying-Simulation mit frischen Reifen. Die Temperaturen lagen mit 22 Grad und Sonnenschein deutlich höher als am kühlen Vormittag, wo das Thermometer nicht über 17 Grad klettern wollte. Das Qualifying steigt am morgigen Samstag ab 09:45 Uhr, zum Rennstart (13:30 Uhr) könnten es bis zu 28 Grad werden.
Einige Sorgenkinder in Oschersleben
Sicherlich muss man dabei das McLaren-Team Dörr Motorsport im Auge haben. Ben Dörr führte im Training zwischenzeitlich die Zeitenliste an, als er auf frischen Reifen die Strecke für eine Weile komplett für sich allein' hatte. Im weiteren Verlauf wurde er bis auf P7 durchgereicht. Teamkollege Timo Glock verbrachte eine augenscheinlich problemfreie Session - das hat fast schon Seltenheitswert - und landete auf P14. Die beiden McLaren 720 S GT3 trennten rund zwei Zehntelsekunden.
Zu den Sorgenkindern am Freitag zählen Lokalmatador Schubert-BMW (P9 für Marco Wittmann, Kelvin van der Linde auf P15), Aston Martin mit Halbzeit-Meister Nicki Thiim auf P16 sowie HRT-Ford mit den Plätzen 17 und 19. Ein großes Fragezeichen schwebt im Fahrerlager über dem Performance-Potenzial von Emil-Frey-Ferrari (P11 & P12), das der Schweizer Rennstall am Freitag womöglich noch nicht komplett abgerufen hat.
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