Damit hatte vor dem Formel 1-Qualifying auf dem Baku City Circuit niemand gerechnet: Liam Lawson holte sich den dritten Startplatz für den Großen Preis von Aserbaidschan. Der Racing Bulls-Pilot startet morgen aus der zweiten Startreihe und übertrumpft damit sein bisher bestes Qualifying-Ergebnis - den fünften Startplatz in Brasilien 2024. Damals noch für Red Bull Racing an der Seite von Max Verstappen.
"Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was passiert ist, es war alles so stressig", sagte Lawson. "Das Auto war das ganze Wochenende schon fantastisch zu fahren und als es darauf ankam, hat alles zusammengepasst. Ein riesiges Dankeschön an alle Jungs und Mädels aus dem Team, die das möglich gemacht haben."
Noch beeindruckender ist sein dritter Platz im Qualifying dadurch, dass Lawson in Aserbaidschan seither nur in der Formel 2 an den Start gegangen ist. „Ich bin hier noch nie in der Formel 1 gefahren, aber in der F2, was mir großen Spaß gemacht hat.", verriet er. Der Grund dafür: 2023 fand das Rennen in Baku noch zu Saisonbeginn statt, Lawson gab sein F1-Debüt aber erst zur Saisonmitte für den verletzten Daniel Ricciardo. Ein Jahr später kehrte der Neuseeländer erst in den USA ins Einsatzcockpit zurück, als die F1 bereits in Aserbaidschan gefahren war.
Racing Bulls: Wie hoch sind die Chancen auf ein Podium?
Mit Startplatz drei legte der Racing-Bulls-Pilot ein ordentliches Baku-Debüt hin und ließ auch seinen zuletzt stark gelobten Teamkollegen Isack Hadjar, der ihm schon einen Podestplatz voraus ist, alt aussehen.
Für das morgige Rennen bleibt der VCARB-Pilot aber realistisch. "Wir wissen gegen wen wir kämpfen. Solche Ergebnisse sind immer schön, aber wir brauchen mehr davon. Und am aller wichtigsten sind Punkte, nicht die Qualifikation. Natürlich wäre es schön, da zu bleiben, wo wir gerade sind, aber es sind schnellere Autos hinter uns", so Lawson. "Die Long-Run-Pace des Autos ist sehr gut, aber die schwierigen Windbedingungen verändern alles. Die Konstanz des Autos war in letzter Zeit sehr stark, daher müssen wir weiterhin versuchen, die kleinen Spielräume zu nutzen.“
Dass ein Podestplatz für das Red Bull Junior Team möglich ist, hat Isack Hadjar bereits in Zandvoort gezeigt. Der Franzose erreichte beim Grand Prix der Niederlande den dritten Platz. Dieses Mal ist er davon weit entfernt. Seine Qualifying-Zeit reichte nur für den achten Startplatz im morgigen Rennen.
Der Rookie zeigte sich sichtlich genervt von seiner Leistung im heutigen Qualifying - auch aufgrund der Top-Performance seines Teamkollegen. "Es war heute sehr schwierig, aber wir haben alles perfekt umgesetzt - außer die letzte Kurve in der letzten Runde", sagte Hadjar. "Das ist eigentlich alles. Das Auto ist schnell und wir sollten nicht auf dem achten Platz starten müssen."
Lawson macht sich keine Hoffnung auf Red-Bull-Rückkehr
Red Bull Motorsportberater Helmut Marko hat angekündigt, dass rund um den Mexiko GP eine Entscheidung fallen wird, wer das zweite Cockpit im Red Bull neben Max Verstappen bekommen soll. Anders als Hadjar macht sich Lawson darauf jedoch keine großen Hoffnungen. "Ich meine, natürlich ist es großartig diese Resultate in der Tasche zu haben", so Lawson, der die ersten beiden Saisonrennen 2025 and er Seite von Max Verstappen bei Red Bull Racing fuhr, bevor er ins Schwesterteam zurückversetzt wurde. "Es ist wichtig für mich, mehr als alles andere, aber ich brauche mehr als ein Top-Resultat. Ich muss konstant bleiben und vor allem Punkte holen."
Die Ausgangslage für Lawson im Kampf um eine Punkteplatzierung beim morgigen Großen Preis von Aserbaidschan sieht positiv aus. Ob er es schafft, seine Position zu verteidigen, seht ihr morgen um 13:00 Uhr im Liveticker auf Motorsport-Magazin.com .



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