Das Formel-1-Wochenende in Monza beginnt ganz nach dem Geschmack von Ferrari und den Tifosi. Im Königlichen Park setzt ausgerechnet Rekordweltmeister Lewis Hamilton die schnellste Zeit im 1. Training. Sein erster Verfolger ist mit Charles Leclerc der zweite Ferrari-Pilot. Der Rest des Feldes reißt einen deutlichen Rückstand auf die Scuderia auf.
Das Ergebnis: Mit einer Rundenzeit von 1:20,117 fuhr Lewis Hamilton im 1. Formel-1-Training in Monza zur Bestzeit. Er setzte seine Zeit erst wenige Minuten vor dem Ende der Session, bereits früher hatte Leclerc eine Zeit von 1:20,286 gefahren und komplettierte damit letztendlich eine Ferrari-Doppelführung.
Auf dem dritten Platz überraschte Williams in Form von Carlos Sainz. Der Spanier hatte zwar 0,533 Sekunden Rückstand, reihte sich damit aber vor Fahrern wie Max Verstappen (P4) und Kimi Antonelli (P5) ein. Lando Norris landete nur auf der sechsten Position, der McLaren-Fahrer hatte seine schnelle Runde aber auch abbrechen müssen. Da im zweiten Cockpit Oscar Piastri Platz für den Rookie Alex Dunne gemacht hatte, lässt sich also noch schwer abschätzen, wo die Papayas stehen.
Auf der siebten Position folgte mit Alex Albon der zweite Williams, der seine Runde aber auf Hard gefahren hatte. Hinter ihm positionierte sich George Russell. Für den Mercedes-Pilot ist der Rang wohl sehr nebensächlich, nachdem er kurz vor dem Ende der Session mit einem technischen Problem ausgerollt war. Fernando Alonso und Isack Hadjar komplettierten die Top 10. Der Racing Bull hatte genauso wie Albon seine schnellste Zeit auch auf Hard gesetzt. Nico Hülkenberg sicherte sich P12. Neben Dunne, der sich auf P16 einsortierte, war auch Alpine-Ersatz Paul Aron als Rookie im Einsatz. Der Este landete auf Platz 20.
Formel 1 in Monza: Hier das komplette Ergebnis des 1. Trainings (FP1):
Rot wegen Kies, nächster Mercedes-Defekt
Die Zwischenfälle: Das 1. Training war geprägt von zahlreichen kleinen Ausflügen ins Kiesbett, wobei die Lesmo-Kurven als notorische Stellen am häufigsten betroffen waren. Dazu kam eine Reihe von Verbremsern in der ersten Kurve. Davon waren unter anderem Lando Norris, Kimi Antonelli oder Gabriel Bortoleto betroffen.
Die Kiesbett-Ausflüge sorgten für eine rote Flagge 25 Minuten vor dem Ende der Session. Diese war letztendlich durch einen wüsten Kiesbett-Ausritt von Isack Hadjar in der Ascari-Schikane ausgelöst worden. Die Racing Bulls inspizierten anschließend den Unterboden des Franzosen genauer auf mögliche Schäden. Die Auslösung der roten Flagge sorgte für eine brenzlige Situation, da Leclerc obwohl er sofort abbremste, nicht ausreichend verlangsamen konnte und noch in voller Fahrt an einem Sauber vorbeimusste, der sich auf der Rennlinie befunden hatte. Eine Untersuchung war die Folge, aber die Stewards erteilten dem Monegassen schnell einen Freispruch. Die Session wurde mit 17 Minuten auf der Uhr neu gestartet.
Ein anderer nennenswerter Zwischenfall: Paul Aron, der sein drittes FP1 in der Formel-1-Saison 2025 absolvierte - und sein erstes für Alpine - sorgte mit einem Dreher nach etwa 13 Minuten für eine Gelbphase. Für ein vorzeitiges Ende der Session in Form eines virtuellen Safety Cars sorgte George Russell. Der Mercedes-Fahrer stellte in der letzten Trainingsminute ab und vermeldete, dass er keine Leistung habe.
Technik: Abgesehen von Alpine, Haas und Sauber brachten alle Teams einen neuen Low-Downforce-Flügel nach Monza. Die drei genannten Teams sowie Red Bull hatten ihren abtriebsarmen Heckflügel aber schon früher in dieser Saison eingesetzt, etwa in Spa oder Silverstone. De-facto haben für den Italien-GP damit alle Teams ein Low-Downforce-Paket am Auto.
Was sich sonst noch technisch für Monza getan hat, könnt ihr hier nachlesen:
Wetter: Nach einem kurzen Regenschauer in der Nacht präsentierte sich Monza am Freitag von seiner besten Seite. Bei leichter Bewölkung lag die Lufttemperatur bei 26 Grad Celsius, die Streckenoberfläche erhitzte sich auf 42 Grad.



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