Das letzte Formel-1-Rennen vor der Sommerpause in Ungarn bleibt nicht nur wegen des Strategiekampfs von McLaren in Erinnerung. Auch Isack Hadjar oder vielmehr sein Vordermann Oliver Bearman sorgte für eine bemerkenswerte Szene. In der vierten Runde geriet Bearman im Ausgang von Kurve 12 auf den Kiesstreifen. Verfolger Hadjar bekam dadurch eine große Ladung Kies ab. Der Vorfall veranlasste den Racing-Bull-Piloten zur Kritik an den Kiesbetten.
"Es ist sehr dumm, hier Kiesbetten zu haben", fällte der Rookie ein klares Urteil nach dem Ungarn-GP. Erst im vergangenen Jahr wurde an dieser Stelle auf dem Hungaroring ein Kiesstreifen angelegt. Wie so häufig mit dem Ziel, die Piloten am Missachten der Track Limits zu hindern. Hadjar bekam allerdings die unschöne Seite zu spüren und das nicht zum ersten Mal.
"Wobei nicht in dieser Menge und nicht bei dieser Geschwindigkeit", klagte der Franzose. "Ich hoffe, sie werden [Kiesbetten; d. Red.] los, weil das dumm ist." Der Kieselschauer bei etwa 150 km/h blieb für Hadjar nicht ohne Folgen. Der 20-Jährige musste sogar kurzzeitig die Hand vom Lenkrad nehmen. "Sie ist ein bisschen wund, ein bisschen blau. Aber es geht in Ordnung."
Formel-1-Auslaufzonen im Wandel: Hadjar will einen Schritt zurück

Im vergangenen Jahrzehnt setzten sich vermehrt asphaltierte Auslaufzonen durch, um den Piloten die Möglichkeit zu geben, einen schweren Einschlag zu verhindern.
Die Kehrseite der Medaille: Ohne Kiesbett oder Gras abseits der Strecke fehlt die Abschreckungswirkung, sodass die Piloten die Auslaufzonen ausnutzen, um sich einen unerlaubten Vorteil zu verschaffen. Das Problem der missachteten Track Limits löste erneut die Diskussion um eine Rückkehr der Kiesbetten aus. Einige Rennstrecken wie Imola, Spielberg oder der Hungaroring reagierten und legten neue Kiesstreifen an.
"Wenn ein Auto vor dir in den Kies kommt, fliegt der Kies auf deine Hände und deinen Helm und das ist nicht schön", kritisierte Isack Hadjar diesen Schritt. Er ist nicht der erste durch Kies verletzte Pilot. 2020 erlitt der damalige Haas-Fahrer Romain Grosjean einen blauen Finger, nachdem Kimi Räikkönen vor ihm durch den Kies fuhr.
Mit den Racing Bulls rangiert Isack Hadjar als Achter der Konstrukteurswertung nur sechs Punkte hinter Sauber. Formel-1-Experte Christian Danner sieht den Siebtplatzierten als Mittelfeld-Sieger. Warum, erfahrt ihr hier im Video:



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