"Er ist ein guter Fahrer, aber man muss außergewöhnlich sein - man muss ein Lewis [Hamilton], ein Fernando [Alonso], ein Piastri oder ein Norris sein." Jacques Villeneuve hat eine klare Meinung, wenn es darum geht, ob Yuki Tsunoda der beste Mann für das zweite Red-Bull-Cockpit neben Max Verstappen ist. Die Zahlen bestätigen Villeneuves Punkt: In der ersten Saisonhälfte fuhr Verstappen 165 Punkte ein, Tsunoda holte für Red Bull Racing gerade einmal sieben Punkte und überzeugte damit genauso wenig wie sein Vorgänger Liam Lawson.
Geht es nach Carlos Sainz, wäre er definitiv die bessere Wahl für das zweite Red-Bull-Cockpit gewesen. "Es scheint, als hätten alle es wirklich schwer, Max' Teamkollege zu sein. Ich kann nur sagen, dass ich keine schwere Zeit hatte, als Max mein Teamkollege war", spielte Sainz auf die gemeinsame Zeit bei Toro Rosso an. Sainz und Verstappen fuhren 2015 sowie die ersten vier Rennen der Saison 2016 für das Schwesterteam von Red Bull.
Statistik Toro Rosso: Max Verstappen vs. Carlos Sainz
| Max Verstappen | Prozent | Carlos Sainz | Prozent | |
| Bessere Rennplatzierung 2015 | 5 | 50 % | 5 | 50 % |
| Bessere Qualifyingplatzierung 2015 | 9 | 47,4 % | 10 | 52,6 % |
| Rennrunden vorne 2015 | 514 | 58,1 % | 371 | 41,9 % |
| Bessere Rennplatzierung 2016 | 1 | 50 % | 1 | 50 % |
| Bessere Qualifyingplatzierung 2016 | 3 | 75 % | 1 | 25 % |
| Rennrunden vorne 2016 | 110 | 62,9 % | 65 | 37,1 % |

Sainz: Wollte beweisen, dass ich schneller als Max bin
"Ich war natürlich überrascht, wie schnell er war und welch ein wahnsinniger Fahrer er ist. Mir war damals schon bewusst, dass er einer der besten Fahrer aller Zeiten werden wird", erzählte Sainz im Podcast High Performance. Doch genau diese Zeit habe Sainz in seinem Selbstvertrauen gestärkt, sich mit jedem Fahrer messen zu können. Ein Rennen, das ihm in bester Erinnerung geblieben ist, ist das Japan-Wochenende 2015. Statt im ersten Freien Training auf Regenreifen zu setzen, wählte der Spanier Intermediates
"Ich ging auf Intermediates raus, hatte Aquaplaning wie verrückt, aber ich wollte zeigen, dass ich in der ersten nassen Session meines Lebens in der Formel 1, ohne die Strecke zu kennen, schneller war als Max.", erinnerte sich Sainz und fügte hinzu: "Ich bin Risiken eingegangen, die ich nicht hätte eingehen sollen." Während Max Verstappen zu Red Bull befördert wurde und vier Fahrertitel holte, führten Sainz Karrierestationen von Renault, McLaren über Ferrari zu Williams.
Formel-1-Ansporn: Sich mit den Besten messen
"In dieser Zeit waren Charles [Leclerc], Lando [Norris] und Nico [Hülkenberg] meine Teamkollegen ... alle richtig schnell und vermutlich die Besten im Sport. Auch Alex [Albon] ist unfassbar schnell – all das spornt mich nur noch mehr an, mich mit den Besten zu messen. Ich weiß, dass ich das schaffen kann", betonte der vierfache Grand-Prix-Sieger. Umso mehr schmerzte ihn die Tatsache, dass sich Red Bull für Lawson und gegen ihn entschied. Denn für Sainz steht fest: Verstappen und er hätten eine sehr starke Fahrerpaarung in der Formel 1 abgegeben.
Er vermutet, dass Gerüchte, wonach Verstappen und er sich nicht verstehen, einen möglichen Deal verhinderten. "Das ist etwas, was man von außen nicht sieht. Wir hatten zwar in unserem ersten Jahr bei Toro Rosso eine Rivalität, aber es war eine relativ gesunde Rivalität zwischen ihm und mir. Wenn das der Grund ist, verstehe ich nicht, warum sie mich nicht neben Max haben wollen, immerhin verstehen wir uns heute wirklich gut", sagte Sainz.
Die erste Saisonhälfte der Formel-1-Saison 2025 ist vorbei! Zeit für ein schonungsloses Zwischenfazit! Wer hat überrascht und wer enttäuscht?



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