58 Runden auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya haben Lewis Hamilton gereicht. "Das hat keinen Spaß gemacht", klagte der Ferrari-Pilot nach den beiden Freien Trainings am Freitag. Das spiegelte sich auch in der Platzierung wider – Rang elf und über sieben Zehntel Rückstand auf den Schnellsten Oscar Piastri. Auch auf Teamkollege Charles Leclerc fehlten Hamilton in Spanien 0,235 Sekunden.

"Im FP1 sahen wir nicht allzu schlecht aus, aber im FP2 lief es richtig mies", hielt sich Lewis Hamilton nicht zurück. Während der Session ließ er über Funk seinen Renningenieur wissen, dass der SF-25 unfahrbar sei. "Das ist für alle frustrierend, aber wir hatten ein Problem, das uns etwas an aerodynamischem Abtrieb gekostet hat. Hoffentlich haben wir das Problem bis morgen gelöst und finden uns in einer besseren Ausgangslage wieder", erklärte der Ferrari-Pilot.

Zwischen der ersten und zweiten Session hat Ferrari einige Änderungen am Auto vorgenommen, von denen Hamilton hofft, dass sie das Team in die richtige Setup-Richtung für den Rest des Wochenendes führen. "Wir haben einige Änderungen vorgenommen, die uns die Richtung für unsere Arbeit über Nacht vorgeben werden. Unser Fokus liegt auf der Auswertung der Daten, um uns für morgen zu verbessern", erklärte der Brite.

Rosberg stellt Hamiltons Konkurrenzfähigkeit infrage

Ex-Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der für Sky das Freitagstraining kommentierte, stellte die Frage in den Raum, ob der 40-Jährige noch mithalten kann. "Was wir derzeit erleben, das ist eine Fortsetzung seiner Leistungen im vergangenen Jahr. Da haben wir bereits gesehen, dass Lewis ein wenig nachgelassen hat. George Russell behielt oft die Oberhand. Und das setzt sich nun bei Ferrari fort, es fehlt einfach immer das entscheidende Fitzelchen Zeit."

Hamilton selbst ist sich der kritischen Stimmen um seine Person bewusst, will sich aber nicht unterkriegen lassen. "Man darf nicht aufgeben, muss weitermachen und weiter pushen. Wir müssen uns auf die Lösung der Probleme konzentrieren, und genau das versuchen wir zu tun“, erklärte der sechsfache Spanien-Grand-Prix-Sieger. Wie unsere Grafik zeigt, kam Hamilton schlecht aus Turn 1, womit seine Runde zum Abhaken war. Leclerc kostete ein Fehler in Turn 7 viel Zeit.

Charles Leclerc: Müssen Daten analysieren

Mit den Plätzen vier und fünf zeigte Charles Leclerc in beiden Freitagstrainings eine konstante Leistung. Allerdings hatte auch der Monegasse in der zweiten Session mehr zu kämpfen. Der Grund: die hohen Temperaturen. "Die Streckentemperaturen sind sehr hoch, was die Sache etwas schwieriger macht. Der Grip ist nicht so gut, wie wir es gerne hätten", sagte der Ferrari-Pilot.

Für das Qualifying ist er trotzdem positiv gestimmt. Bis dahin gäbe es für das Team noch viel zu tun. "Es liegt noch einiges an Arbeit vor uns, aber wir scheinen nicht allzu weit weg zu sein. Wir werden uns heute Abend auf einige Schlüsselbereiche konzentrieren, um das Beste herauszuholen", so Leclerc.

Mick Schumacher zu Alpine? Flavio Briatore: Nächste Frage! (09:52 Min.)