Die Formel 1 bestreitet ihr erstes USA-Rennen der Saison und der "Sunny State" Florida macht seinem Namen alle Ehre: Es werden Temperaturen von ungefähr 30 Grad erwartet. Für die Formel 1 und Isack Hadjar bedeutet das eine hohe Streckentemperatur und damit hoher Reifenverschleiß. Nicht etwas, das seinem Racing Bull liegt. "Das bringt neue Herausforderungen mit sich. Deshalb kann ich keine Vorhersagen treffen", gab Hadjar vor dem Miami-Wochenende offen zu.

Obwohl hinter ihm bereits fünf Rennen liegen, kann er die Stärken und Schwächen des VCARB 02 noch immer nicht einschätzen. "In Japan, mit seinen vielen High-Speed-Kurven, waren wir wirklich schnell. In Jeddah sahen wir nicht so gut aus. In Shanghai waren wir in den langsamen Kurven konkurrenzfähig. Es hängt also von vielen Parametern ab, vor allem von den Reifen", erklärte der Racing Bulls-Pilot.

Im Vorjahr hatten viele Fahrer in Miami ein Problem damit, die Reifen über die ganze Runde zum Arbeiten zu bringen. Die größte Herausforderung war, die Reifen im ersten Sektor nicht zu überfordern, damit sie im dritten Sektor noch halbwegs Grip hatten.

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Gefühl zwar gut, aber auch falsch?

Als Rookie konnte Hadjar die Strecke bisher nur im Simulator fahren. Nach seinem ersten Eindruck sieht er vor allem die langsamen Kurven als entscheidend an, wenn es darum geht, auf dem Miami International Autodrome eine schelle Runde zu fahren. "Da kann man viel gewinnen. Wie du in langsamen Kurven bremst und wie viel Ausgangsgeschwindigkeit du mitnimmst, kann deine Rundenzeit definieren", so Hadjar.

In Jeddah konnte Hadjar im Rennen zwar auf den zehnten Platz vorfahren, jedoch verpassten beide Racing Bulls das dritte Qualifying-Segment. "Unser letztes gutes Qualifying war Japan", gab der 20-Jährige zu. Er betonte aber trotz aller Probleme, dass er positiv ins Wochenende geht. "Es ist ein komplett anderer Track und mein Gefühl sagt mir, dass wir konkurrenzfähig sind. Vielleicht liege ich auch falsch."

Ob er sich wegen der unberechenbaren Situation gerne mehr Vorbereitungszeit auf der Strecke wünscht, verneint der Racing Bulls-Pilot ganz klar: "Ich mag Sprint-Wochenenden. Die Herausforderung, nur ein paar Runden zu haben und dann direkt ins Qualifying zu gehen, gefällt mir sehr."

Isack Hadjar bestreitet sein erstes Jahr in der Formel 1. In der Formel 2 war er bekannt für seine expliziten Funksprüche. Warum das jetzt nicht mehr so ist, könnt ihr im folgenden Artikel lesen: