Jack Doohan stand seit Beginn der Formel-1-Saison unter Druck. Franco Colapinto steht bei Alpine als Reservefahrer unter Vertrag und lauert auf den Sitz des Australiers. Durch seinen Crash steht er unter noch mehr Kritik als ohnehin. Doohan deaktivierte das DRS vor Kurve eins in Suzuka im zweiten Training nicht von selbst und schlug mit seinem Alpine ein. Im ersten Training musste er für Ryo Hirakawa Platz machen. Jetzt ist er bereit für den Bahrain GP - sein Körper brauchte die kurze Pause nach dem Crash.
Doohan: Nach Crash Schmerzen bis Sonntag
Der Einschlag von Doohan in Japan war nicht ohne. Prompt nach dem Crash wurde er ins Medical Center gefahren und untersucht. Fahren konnte er zwar, doch völlig sorgenfrei war er nicht.
"Ich hatte am Freitag leichte Schmerzen, Samstag auf jeden Fall etwas schlimmer und Sonntag noch einmal etwas schlimmer. Ich würde also sagen, ich hatte am Beginn des Rennens an Schmerzen, nicht unbedingt gegen Ende", so Doohan.
Doohan wusste von FP1-Auszeit in Japan
Umso bitterer war der Einschlag, da es Doohan einen großen Teil seiner ohnehin niedrigen Vorbereitungszeit auf der Strecke kostete. Im ersten Training übernahm Ryo Hirakawa für ihn im Sinne einer der vier vorgeschriebenen Rookie-Einsätze im Verlauf der Saison für jedes Team. Alpine hat damit bereits einen Einsatz abgehakt.
Das Kuriose: Just in dieser Woche wechselte Harikawa von Alpine zu Haas. Alpine blockierte den eigenen Rookie-Fahrer also auf einer ihm unbekannten Strecke für ein ganzes Training – und das für einen Fahrer, der prompt darauf das Team verlässt.
"Das wurde, soweit ich weiß, schon sehr früh im Jahr geplant – lange vor den Tests. Es gab also Gründe für das Timings des ersten freien Trainings, und ich wusste schon sehr früh, dass ich diese daran nichts verändern konnte", so Doohan. Auf die genauen Gründe geht er allerdings nicht ein.
Doohan hofft auf sauberes F1-Wochenende in Bahrain
Den Japan GP beendete der Australier letztendlich auf Position 15. In Bahrain will er mit mehr Vorbereitungszeit ein besseres Wochenende abliefern. Das wäre besonders hilfreich, um sein Cockpit gegen Colapinto zu verteidigen. "Dieses Wochenende haben wir die perfekte Gelegenheit, wieder ein komplettes Rennwochenende zu fahren. Ich freue mich darauf, nach Bahrain zurückzukehren", so Doohan.
Jack Doohans Performance ist aktuell nicht Alpines einziges Problem. Das Team kämpft auch mit den eigenen Motorenproblemen. Viele Möglichkeiten hat es nicht.



diese Formel 1 Nachricht