Haas führt schon wieder das Mittelfeld der Formel 1 an. Mit Kevin Magnussen auf Startplatz sieben und Nico Hülkenberg auf Startplatz zehn ist die Mannschaft auch in Mexiko im Qualifying bestens aufgelegt. Dazu brauchte es das komplette Paket: Sicher, das Auto beweist erneut, was es in seiner jüngsten Ausbaustufe kann. Doch es brauchte vor allem auch etwas Rennglück.
Denn Q2 wurde durch eine rote Flagge auf den letzten Runden entschieden. Haas war unter den Profiteuren. 19 Sekunden vor Schluss sprang Magnussen vor in die rettenden Top-10. 12 Sekunden vor Schluss Hülkenberg. 10 Sekunden vor Schluss wurde abgebrochen, weil Yuki Tsunoda in der Absperrung steckte.
Magnussen & Hülkenberg fahren früh los und profitieren von Unfall
"Ich glaube, ich bin über die Ziellinie, und es begann orange zu blinken, und Sekunden später kam schon die rote Flagge!", bestätigt Hülkenberg. "Vielleicht war es Glück, oder eine gute Entscheidung, oder der siebte Sinn. Wir wollten eigentlich später losfahren, aber dann meinte ich, fahren wir jetzt, fahren wir mit Kevin zusammen."
"Eine glückliche, gute Entscheidung, sonst wären wir in der roten Flagge gelandet", so Hülkenberg. Auch Magnussen atmete tief durch: "Ich dachte, meine Runde würde nicht reichen, es war keine gute Runde. Zum Glück kam dann Rot." Magnussen stieg als Neunter in Q3 auf, Hülkenberg als Achter. Vier Autos hinter ihnen konnten sich wegen der roten Flagge nicht mehr verbessern.

Weniger glücklich ist Hülkenberg damit, wie Q3 sich am Ende zuspitzte. "Es war das ganze Wochenende ehrlich gesagt ein Kampf, den Rhythmus und eine gute Verbindung mit dem Auto zu finden." Auf dem letzten Versuch mit neuen Soft-Reifen war die nicht da.
"Manche Runden waren etwas besser, dann ging es zurück auf Anfang", beschreibt Hülkenberg. "Es war diesbezüglich ein schwieriges Wochenende. Das Qualifying lief gleich. Ein paar Runden waren gut, ein paar ein Kampf, und die letzte in Q3 leider nicht gut." Mit Fehlern ausstaffiert kam Hülkenberg in Q3 schließlich nicht mehr über den zehnten Startplatz hinaus.
Magnussen glänzt in Q3: Haas hat wieder Punkte im Visier
Dafür schaffte es Magnussen auf einen hervorragenden Startplatz. Ein klares Signal, dass Haas jetzt wirklich verlässlich an der Spitze des F1-Mittelfeldes angekommen ist, meint er: "Wir hatten das Auto in Austin in einem guten Fenster, aber das hier ist eine sehr andere Strecke. Trotzdem haben wir das gleiche Auto so auf die Strecke bekommen."
"Das zeigt, dass das Update zumindest nicht schlecht ist!", freut sich Magnussen. "Es hat uns ein bisschen was gebracht, und in diesem engen Mittelfeld ist eine halbe Zehntel schon ein großer Unterschied." Auch hilft die Tatsache, dass Haas 2024 endlich streckenspezifische Teile gebaut hat, die auf dem in Sachen Kühl- und Abtriebsbedarf sehr speziellen Autodromo Hermanos Rodriguez sehr helfen.
Besonders Magnussen hat also große Hoffnungen auf das Rennen. In Austin hatte Haas bei ihm die Strategie verpatzt und ihn dadurch um Punkte gebracht. Ein klarer Fehler, wie man im Nachhinein eingestand. Das darf nicht wieder passieren. Fahrerisch hatte er sich schließlich in Top-Form präsentiert.
Zugleich sind sich alle bei Haas bewusst, dass die Konkurrenz hart ist. Die Racing Bulls scheiterten wegen der roten Flagge an Q3, präsentierten sich aber durchweg in Mexiko stark. Von ganz hinten kommen mit Oscar Piastri und Sergio Perez zwei Top-Autos. "Aber wenn wir vor dem Mittelfeld bleiben, sollten wir zu Punkten kommen", so Magnussen. Womit man auch in der WM im Kampf um Platz sechs den Vorsprung auf die Racing Bulls ausbauen würde.



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