Im Kampf um die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft konnte Sergio Perez für Red Bull immerhin noch sechs Punkte beisteuern. Immerhin: Das sind nur vier weniger als Teamkollege Max Verstappen. Während der aber mit einer falschen Strategie haderte, lief bei Perez alles richtig. Der Mexikaner holte das Maximum raus, dabei war sein Red Bull nach dem Unfall gestern gar nicht bei 100 Prozent.
Perez: Haben Russell durch eigene Pace besiegt
Hauptgegner des Mexikaners war im Rennen George Russell. Der Brite erlebte ebenfalls ein frühes Aus in Q1 im Qualifying und musste entsprechend ähnlich weit hinten starten. Sogar einen Platz hinter Perez. Allerdings eroberte Russell diesen Platz direkt zum Start. Perez steckte daraufhin hinter dem Mercedes-Piloten.
In Runde 20 bog Perez vor Russell in die Box ab und versuchte einen Undercut. Mercedes reagierte jedoch nicht und ließ Russell draußen. Perez musste sich auf frischen Medium-Pneus wieder durchs Feld pflügen, während Russell auf den alten harten Reifen draußen blieb. Dafür hatte der Brite allerdings eine freie Strecke vor sich.
Russell boxte erst in Runde 34 und kam entsprechend deutlich hinter Perez zurück auf die Strecke. Dort musste er sich bis zum zweiten Stopp auch begnügen. In Runde 50 stoppte Perez erneut. Russell folgte wieder ein paar Runden später.
Das Ergebnis blieb dasselbe. Perez blieb vor Russell - und brachte das auch ins Ziel. "Die Pace war heute stark. Wir wurden von George überholt, aber haben es geschafft, ihn durch die Strategie und die Pace zu besiegen."
Red Bull nach Crash im Qualifying im Rennen noch nicht fit
Dabei war der RB20 von Perez noch gar nicht wieder bei 100 Prozent, zumindest laut Perez. "Das Auto war heute nach dem Unfall gestern nicht bei 100 Prozent. Das ist also etwas, was wir uns anschauen müssen“, so Perez.
Vor Russell konnte er sich dennoch halten und so zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Die ersten sechs Fahrer starteten auch alle vorne. Die Lücke zu Vordermann Sainz war mit 16 Sekunden entsprechend groß.
"Das war das Maximum, glaube ich. Er ist wettbewerbsmäßg sehr gut unterwegs gewesen. Das ist das positive an diesem Renntag", lobt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko Sergio Perez. Für den Kampf um seinen Sitz dürfte diese Performance zumindest etwas geholfen haben.



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