McLaren meldet sich mit einem eindrucksvollen Qualifying beim Australien GP in Melbourne zurück. Lando Norris konnte sich in der australischen Zeitenjagd mit einer 1:18.703 den vierten Startplatz sichern, während Daniel Ricciardo das Rennen von Rang sieben bestreiten darf.

Ein deutlicher Aufschwung des Teams, nachdem McLaren in Jeddah zuletzt nur knapp am Einzug in Q3 gescheitert war und in Bahrain insgesamt sogar nur hinterherfuhr. Norris und Ricciardo begründen dies vor allem mit der Streckencharakteristik des Kurses im Albert Park.

McLaren dritte Kraft in Melbourne - Melbourne sei Dank

Startplatz vier und sieben - so lautet die Ausbeute von Lando Norris respektive Daniel Ricciardo beim Qualifying des ersten richtigen Australien GP seit 2019. "Das ist ein sehr guter Start für uns", schwärmt Lando Norris. "Es fühlt sich ein wenig wie eine Pole Position für uns an, wenn man sich ansieht, wo wir bei den letzten Wochenenden waren."

Doch wo kommt dieser plötzliche Aufschwung her? Laut Lando Norris und Daniel Ricciardo, der an diesem Wochenende sein Heimrennen bestreitet, soll dies vor allem an der flüssigen Streckencharakteristik des leicht veränderten Circuit Albert Park in Melbourne liegen.

"Wir haben das Auto immer mehr im Griff", ergänzt Daniel Ricciardo. Es hängt aber auch mehr von der Strecke ab. Wir können auch ein gutes Vertrauen zum Auto aufbauen und näher am Limit pushen. Das hilft auch." Lando Norris ist dagegen etwas pessimistischer. "Zur Zeit kommt ein Großteil von der Strecke selbst", so der Brite. "Es ist wahrscheinlich ein Verhältnis von 70 zu 30 oder 80 zu 20. Die 80 Prozent kommen von der Strecke und die 20 weiteren von harter Arbeit.

Auch Daniel Ricciardo konnte im MCL36 am Samstag ins Q3 vorfahren -
Auch Daniel Ricciardo konnte im MCL36 am Samstag ins Q3 vorfahren -Foto: LAT Images

McLaren hat Bremsprobleme im Griff

Tatsächlich brachte McLaren aber auch kleine Updates nach Australien, die laut McLaren-Teamchef Andreas Seidl einen kleinen Einfluss auf den Aufwärtstrend des Teams an diesem Wochenende haben sollen. "Wir haben kleine Updates gebracht, die arbeiten und ein wenig helfen", so der Neiderbayer.

Allerdings ist auch er der Ansicht, dass die Strecke dem MCL36 deutlich besser entgegenkommt als andere Strecken. Zumal das Team den neuen Boliden nach viel verlorener Streckenzeit bei den Testfahrten nun immer besser versteht.

"Das wichtigste ist, dass wir mit unserer Interimslösung das Problem mit den Bremsen seit Bahrain beseitigen konnten", so Seidl. Positive Nachrichten, schließlich soll dies dem Team helfen, auch vonseiten der Bremsen mehr Performance herausholen zu können, auch wenn von dieser Seite in Zukunft noch Updates kommen sollen.

Für das Rennen am Sonntag des Australien GP hat McLaren damit gute Voraussetzungen, nach dem siebten Platz in Saudi-Arabien nun weitere Punkte sammeln zu können. "Wir haben ein rotes Auto hinter uns, gegen das wir wahrscheinlich nicht wirklich kämpfen werden können", so Norris und meint damit Carlos Sainz, der in seinem Ferrari das Rennen am Sonntag lediglich von Rang neun bestreiten wird. Der Brite rechnet dagegen vielmehr mit einem Kampf gegen Alpine und Mercedes.