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Formel 1

Formel 1, Perez von Tsunoda genervt: Sollte da nicht sein!

Sergio Perez fühlt sich nach dem Qualifying zu seinem Heimrennen in Mexiko um ein besseres Ergebnis betrogen. Yuki Tsunoda ruiniert letzten Schuss.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Auf dem Papier erwischte Sergio Perez in Mexiko eines seiner besseren Qualifyings der Formel-1-Saison 2021. Im Zeittraining für sein Heimrennen am Sonntag belegte der Red-Bull-Pilot mit verhältnismäßig knappen 0,117 Sekunden Rückstand auf Max Verstappen den vierten Platz hinter seinem Teamkollegen. Dennoch ist Perez nach dem Qualifying frustriert, ausgerechnet vor seinen heimischen Fans kam ihm - nochmals ausgerechnet - Yuki Tsunoda vom eigenen Schwesterteam AlphaTauri im alles entscheidenden Moment ins Gehege.

Nach den ersten Runs im Q3 stand Red Bull bereits schlechter da als erwartet. Verstappen war Dritter vor Perez, Mercedes enteilt. Im letzten Versuch musste Red Bull es also drehen. Doch in den schnellen Kurven im Mittelsektor fuhr plötzlich Tsunoda in die Auslaufzone, um den Red Bull nicht im Weg zu stehen - das geschah allesdings unmittelbar vor Perez. "P3 oder sogar noch mehr war möglich. Ich war auf einer guten Runde", klagt der Mexikaner. "Es schade. Yuki war bei Highspeed vor mir. Wenn dir bei Highspeed der Abtrieb fehlt, dann gehst du ab", schildert Perez.

Perez über Tsunoda: Da war ich echt genervt!

"Da war ich echt genervt. Im Q3 sollte er da nicht sein", schimpft der Lokalmatador. "Aber jetzt ist es wie es ist." Mit seinem diesmal nur knappen Rückstand auf Verstappen kann Perez deshalb ebenfalls nicht zufrieden sein. "Ich bin nicht glücklich damit, denn es hätte noch besser sein können. Ich hätte weiter vorne sein können, wenn Yuki nicht da gewesen wäre", klagt Perez. "Unglücklich, wir Team nicht unsere Leistung gebraucht, aber auch Mercedes ist zum Qualifying ein guter Schritt gelungen."

Über den eigenen Rückschritt zu den Trainings wundert sich Perez genauso wie Verstappen. "Das Auto war so gut wie dasselbe wie im dritten Training", rätselt auch Perez. Anders als Verstappen führt der Mexikaner die Probleme auch auf angeknackste Heckflügel nach dem Training zurück - auch er sei davon betroffen gewesen. "Das hat man dann etwas im Kopf, aber da kann ich nichts machen", sag Perez. "Ich muss aber erst noch mit dem Team besprechen, ob noch etwas anderes dahintersteckt."

Perez hofft weiter auf Heimsieg in Mexiko

Für sein Heimrennen sieht Perez trotz Platz vier noch immer alle Chancen intakt. "Es ist ein langes Rennen. Alles kann passieren, ich gebe mein Bestes", sagt der Mexikaner. "Wenn ich einen guten Launch erwische, können wir ein paar Plätze gutmachen!"

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