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Formel 1

Mick Schumacher: Wollen gegen Williams und Alfa Romeo kämpfen

Mick Schumacher zeigt sich vor dem Aserbaidschan GP angriffslustig. In Baku möchte der Haas-Pilot Formel-1-Teams wie Williams und Alfa Romeo angreifen.
von Samuel Marton

Motorsport-Magazin.com - Das Formel-1-Wochende in Aserbaischan steht an. Damit steigt auch Mick Schumacher für die nächste große Herausforderung in seinen Rennboliden. Der Stadtkurs in Baku zählt aufgrund der Mischung aus langsamen sowie schnellen Passagen zu den anspruchsvollsten im gesamten Formel-1-Kalender.

Mick Schumacher geht das Wochenende allerdings mit viel Vorfreude an. Die Strapazen des vergangene Rennwochenendes konnten hierfür gut aufarbeitet werden. Der Deutsche sieht sich gegen andere Teams wie Williams und Alfa Romeo zudem nicht ganz chancenlos.

Monaco-Probleme aus dem Weg geräumt?

Der Monaco GP lief für Mick Schumacher bekanntermaßen nicht ganz optimal. Neben einigen Kollisionen musste sich der Haas-Pilot letztlich sogar seinem Teamkollegen Nikita Mazepin geschlagen geben. Letztlich führten aber auch technische Probleme zu den Monaco-Schwierigkeiten. Schwierigkeiten, die in der Zwischenzeit aufgearbeitet wurden, zumal Schumacher auch positive Dinge aus dem Fürstentum mitnehmen konnte.

"Im Endeffekt, waren wir beim Speed im Rennen ganz gut dabei. Auch im Vergleich zu Mazepin. Das war ja auch schon in den Rennen davor so. Wir haben uns angesehen, was wir hätten besser machen können und auch besser machen müssen. Von daher ist die Aufarbeitung ein wenig akribischer gewesen als zuvor", erklärt Schumacher vor dem anstehenden Rennwochenende am Kaspischen Meer.

Williams und Alfa Romeo das erklärte Ziel

In Baku steht Schumacher eine weitere anspruchsvolle Hürde bevor. Während der Fokus in Monaco primär auf Abtrieb gelegt wurde, kommt es in Aserbaidschan auf die größtmögliche Effizienz zwischen langsamen und schnellen Streckenabschnitten an. Vor allem Letzteres könnte für Haas zum Problem werden. Die über zwei Kilomoter lange Start-Ziel-Gerade könnte das leichte Defizit des Ferrari-Motors gnadenlos aufdecken.

Dieser Problematik ist sich auch Mick Schumacher bewusst: "Ich glaube natürlich, dass es die Autos mit einem höheren Top-Speed einfacher haben werden. Vielleicht können wir in langsameren Passagen unseren Vorteil quasi ausnutzen und den müssen wir auch ausbauen. Wir müssen aber abwarten, wie das Wochenende dann läuft."

Mick Schumacher möchte auch in Baku gegen Williams aber auch Alfa Romeo kämpfen - Foto: LAT Images

Ein Ziel für dieses Wochenende hat Schumacher zudem bereits ausgemacht: "Hoffentlich können wir auch gegen Williams oder Alfa Romeo kämpfen und in dieser Gruppe mitfahren." Der Haas-Pilot ist sich aber noch nicht ganz sicher, ob diese Hoffnung letztlich auch zur Realität wird. "Wir sind das erste Freie Training noch nicht gefahren. Ich glaube, dass wir nach dem ersten Tag eine bessere Analyse und Idee davon haben werden, was uns an diesem Wochenende erwartet."

Besonderes Augenmerk liegt in Baku auch auf der Kurvenabschnitt zwischen Kurve acht und zehn am Rande der Altstadt. Dass der weite Kerb beim Kurveneingang an diesem Grand-Prix-Wochenende wegbleibt, kommt den Formel-1-Piloten, aber vor allem auch Schumacher selbst entgegen. Fehler, könnten in dieser Kurvenkombination nämlich das Aus bedeuten. "Das macht unser Leben natürlich etwas einfacher. Ich glaube, dass das Limit die Wand sein sollte", hält Schumacher fest.

Hier ist Mick Schumacher seinem Vater einen Schritt voraus

Ferrari-Ingenieur Jock Clear, der zuvor auch mit Größen wie Jacques Villeneuve und Vater Michael Schumacher zusammengearbeitet hat, glaubt zudem zu wissen, warum dem der Haas-Pilot in seinen ersten Formel-1-Rennen zu so gut zurechtgekommen ist. Dieser würde nach Ansicht Clears wesentlich methodischer als noch Michael Schumacher in selben Alter vorgehen.

Mick Schumacher nimmt sich in diesem Zusammenhang allerdings etwas zurück. Seine Art zu arbeiten habe sich im Laufe seiner noch jungen Karriere nicht wesentlich verändert. "Meine Methode ist nicht viel anders zu dem, wie ich es in meiner bisherigen Karriere gemacht habe. Mir macht meine Art zu arbeiten einfach Spaß. Ich denke, aber nicht groß drüber nach, was ich mache. Ich mache es einfach. Ich glaube, dass es einfacher ist, wenn eine andere Person über mich redet."