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Formel 1

Formel 1 heute vor 47 Jahren: Niki Laudas erster Streich in Rot

Niki Lauda war dank Jean Alesis Fahrt am Sonntag in Monaco allgegenwärtig. Vor 47 Jahren siegte die österreichische Legende im Ferrari 312B3 zum ersten Mal.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Jean Alesi drehte am vergangenen Wochenende mit seiner Performance im Monaco Historic Grand Prix 2021 die Zeit zurück. Als der Franzose Niki Laudas Ferrari 312B3 aus dem Jahr 1974 um den einzigartigen Straßenkurs peitschte, war die österreichische Legende allgegenwärtig. Am 28. April vor 47 Jahren feierte Lauda hinter dem Steuer des 312B3-1974 in Jarama seinen ersten Sieg in der Königsklasse, bevor er in den beiden darauffolgenden Jahren im unvergessenen 312T jeweils in den Straßen des Fürstentums triumphierte.

Formel 1 heute vor 47 Jahren: Niki Laudas Debüt-Sieg

1974 bestritt Niki Lauda seine dritte Formel-1-Saison und fuhr erstmals für Ferrari. Der Österreicher fand sich bei der Scuderia von Beginn an gut zurecht. Schon beim dritten Saisonrennen in Südafrika fuhr er auf die Pole Position und führte das Rennen lange an. Sein erster Formel-1-Sieg war zum Greifen nah. Nach 74 von 78 Runden schied er aber in Führung liegend aus.

Schon beim nächsten Rennen in Jarama schlug der 25-Jährige zurück. Erneut startete er von der Pole Position. Trotz der guten Ausgangslage ging Lauda beim Großen Preis von Spanien zunächst nicht in Führung. Ronnie Peterson überholte ihn auf der nassen Piste und lag von der ersten Runde an vorne. Nach 20 Runden schied der Schwede aus. Lauda übernahm die Führung und fuhr den Sieg souverän nach Hause. Bei der Zieldurchfahrt lag er 35 Sekunden vor seinem Ferrari-Teamkollegen Clay Regazzoni, der Zweiter wurde. Der erste Sieg des späteren Weltmeisters war zugleich der 50. Formel-1-Triumph von Ferrari.

Formel 1 heute vor 25 Jahren: Jacques Villeneuve gewinnt erstmals

Die Geschichte von Jacques Villeneuves erstem Formel-1-Sieg hat einige Parallelen zum ersten Erfolg Niki Laudas. Allerdings gelang dem Kanadier der Triumph bereits in seiner ersten Saison. 1996 debütierte er im Team von Frank Williams. Beim Saisonauftakt im Albert Park startete der Rookie von der Pole-Position und lag lange Zeit in Führung. In der Schlussphase wurde er von einem Ölleck geschwächt und musste seinem Teamkollegen Damon Hill den Vortritt lassen.

Auf dem Nürburgring fuhr Jacques Villeneuve 1996 seinen ersten Formel-1-Sieg ein - Foto: Sutton

Aber auch bei Villeneuve dauerte es danach nicht lange, bis er die begonnene Mission beendete und den ersten Formel-1-Sieg einfuhr. Beim Europa GP, der auf dem Nürburgring stattfand, war es so weit. Der 25-Jährige startete als Zweiter, überholte Hill auf dem Weg in die erste Kurve und führte jede der 67 Runden. Michael Schumacher, der als Zweiter nur 0,7 Sekunden hinter Villeneuve ins Ziel einlief, setzte Villeneuve über weiter Teile des Rennens unter Druck. Der Indy-Car-Champion der Saison 1995 ließ sich in seinem vierten Grand Prix davon aber nicht beunruhigen.

Nur eine Saison später fuhr Villeneuve seinen letzten Sieg auf dem Nürburgring ein. Es war sein elfter Sieg, der für ihn ein wichtiger Schritt in Richtung des WM-Gewinns war.

Was sonst noch geschah:

Vor zwei Jahren: Charles Leclerc fährt für Ferrari die 250. Schnellste Rennrunde in einem Formel-1-Rennen.
Vor 14 Jahren: Im Rahmenprogramm eines VLN-Rennens fährt Nick Heidfeld mit dem BMW-Sauber F1.07 eine Demorunde über die Nordschleife.

Nick Heidfeld bestritt 2007 einen Demorun auf der Nordschleife - Foto: BMW

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