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Formel 1

Formel 1 heute vor 39 Jahren: Triumph des weltbesten Trottels

Niki Lauda wollte 1979 nicht mehr wie ein Trottel im Kreis fahren. 1982 holten ihn seine Worte ein. Wie die Legende die Formel 1 ein zweites Mal eroberte.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Fernando Alonso sorgt in der Formel 1 2021 für die Comeback-Story. Mehrere Weltmeister nahmen die Herausforderung nach ihrem Rücktritt ein zweites Mal an , doch nur wenige erreichten abermals das ultimative Ziel. Niki Lauda gelang es 1984, in seiner zweiten Karriere noch einmal an der Spitze der Weltelite zu stehen. Der Weg dorthin war beileibe kein Selbstläufer. Am 4. April 1982 legte er den Grundstein für eine zweite erfolgreiche Laufbahn in der F1.

Formel 1 heute vor 39 Jahren: Sieg-Comeback von Niki Lauda

Der Grand Prix von Long Beach wurde 1982 zum Schauplatz einer der wichtigsten Siege in der F1-Karriere Niki Laudas. Nachdem er im Qualifying knapp an Alfa-Romeo-Pilot Andrea de Cesaris gescheitert war, der an diesem Wochenende die einzige Pole Position in seiner 214 GP überdauernden Laufbahn holte, stellte er im Rennen die Ordnung wieder her und fuhr souverän den 18. seiner insgesamt 25. Siege in der F1 ein.

Das Besondere an diesem Triumph? Es war das erst dritte Rennen nach seinem überraschenden Comeback. Lauda war 1982 dem Ruf von McLaren Ford (und wohl auch des Geldes) gefolgt und tatsächlich noch einmal in die Formel 1 zurückgekehrt - obwohl er mit dieser Ende 1979 mit dem Satz "Warum soll ich wie ein Trottel mit den anderen im Kreis fahren?" spontan und relativ unmissverständlich abgeschlossen hatte.

Mit dem ersten Sieg seiner zweiten F1-Karriere bewies Lauda nicht nur der ganzen Welt sondern vor allem sich selbst, dass er immer noch zur Weltspitze zählte. Weder seine Abstinenz noch die Umstände seines ersten Rücktritts hatten daran etwas geändert. Lauda war zurück, und zwar ganz oben auf dem Podest.

Niki Lauda holte 1982 beim USA West GP in Long Beach den ersten Sieg in seiner zweiten Formel-1-Karriere - Foto: LAT Images

Formel 1 heute vor 63 Jahren: Christmas Dinner has joined the server

Er war der erste Ohrring-Träger in der Geschichte der Formel 1 - oder zumindest der erste überlieferte, wie das folgende Foto relativ eindeutig beweist. Geboren im Jahr 27 vor Lewis Hamilton, machte er schon lange vor dem sechsmaligen Weltmeister mit Klunker im Ohr die F1 unsicher. Die Rede ist natürlich von Motorsport-Urgestein Christian Danner.

In der britischen Motorsportszene gerne neckisch 'Christmas Dinner' gerufen, ist er dieser Tage unter anderem als TV-Kommentator und MSM-Experte unterwegs. In den 1980er Jahren bahnte sich Danner auf der Rennstrecke den Weg vom Renault 5 Cup bis in die Formel 1. Die spannende Karriere des Bayers könnt ihr in unserem hier verlinkten Geburtstags-Interview aus dem Jahr 2018 noch einmal nachlesen - ein Leckerbissen für jeden Motorsport-Nostalgiker. Wir gratulieren herzlichst zum Ehrentag.

Geburtstagskind Christian Danner startete 36 Mal in der Formel 1 - Foto: Sutton

Formel 1 heute vor 11 Jahren: Schöner deutscher Sonntag in Malaysia

Der Malaysia GP 2010 schrieb mit dem Red-Bull-Doppelsieg von Sebastian Vettel und Mark Webber eine der frühen Erfolgsgeschichten der Österreicher. Da es allerdings schon der fünfte seiner Art war, zählte das an diesem Sonntag vor zehn Jahren nicht mehr wirklich als große Überraschung. Dafür brachte das Rennen in Sepang zwei andere kleine Meilensteine und eine kleine Sensation mit sich.

Nico Rosbergs dritter Platz bedeutete das erste Podest des neuen Mercedes-Werksteams in der Formel 1 und für die Silberpfeile gleichzeitig das erste F1-Edelmetall seit dem Grand Prix von Italien 1955, bei dem Juan Manuel Fangio und Piero Taruffi einen Doppelsieg feierten. Neben dem heutigen YouTuber und TV-Experten durften sich außerdem zwei weitere deutsche Piloten über Top-Ergebnisse freuen.

Adrian Sutil wurde im Force India starker Fünfter. Er ging wie Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg und Michael Schumacher aus den Top-10 ins Rennen und ließ mit Lewis Hamilton, Felipe Massa und Jenson Button einen Großteil der damaligen Weltelite von McLaren Mercedes und Ferrari hinter sich. Der von Position fünf gestartete Rookie Hülkenberg fuhr im Williams auf den zehnten Platz und holte damit im dritten Rennen den ersten WM-Punkt seiner Karriere.

Adrian Sutil fuhr 2010 in Malaysia eines seiner stärksten Rennen in der Formel 1 - Foto: Sutton

Formel 1 heute vor 17 Jahren: Wüsten-Debüt in Bahrain

Die Saison 2004 markierte für die Formel 1 mit den Neuzugängen Bahrain und China ihren Aufbruch in die neue Welt. Als dritte Station im Kalender machte der Bahrain International Circuit den Anfang. Für die F1-Fans brachte das Debüt in der Wüste aber nicht unbedingt die spannendste Unterhaltung mit sich.

Michael Schumacher klärte mit Pole Position, Sieg und schnellster Runde den 17. von insgesamt 22 Hattricks in seiner Karriere. Rubens Barrichello machte den Doppelsieg für die Scuderia perfekt und unterstrich einmal mehr, dass am F2004 kein Vorbeikommen war. Platz drei ging an BAR-Honda-Pilot Jenson Button.

Michael Schumacher gewann 2004 das erste Formel-1-Rennen in Bahrain souverän - Foto: Sutton