Silverstone: Alonso knapp vor Liuzzi und Wurz

Nachdem Alex Wurz am ersten Testtag im Home of british Motorracing gerade einmal 11 Tausendstel vor WM-Spitzenreiter Fernando Alonso landete, übernahm am zweiten Tag der Spanier das Kommando. Dabei ging es ähnlich knapp zu wie am Vortag: Mit nur 5 Hundertsteln Vorsprung setzte sich Alonso auf der ihm und seinem Auto bislang eher unliebsamen Strecke gegen die zehn Konkurrenten durch.

Hinter ihm reihte sich mit Tonio Liuzzi überraschend einer der beiden Red Bull Piloten ein. Nur knapp dahinter landete wiederum Alonsos gestriger Zeitenrivale Alexander Wurz auf dem dritten Rang. Für den Österreicher standen Reifentests für den Japan GP auf dem Programm. "Ich kann es kaum glauben, dass wir schon fast am Ende der Saison angekommen sind", staunte Wurz. "Das ist mir erst jetzt klar geworden, als wir hier Reifenentwicklungen für den Japan GP getestet haben!"

Sein Teamkollege Pedro de la Rosa arbeitete unterdessen in einem MP4-20B am Mercedes V8-Aggregat für die kommende Saison. "Die beiden Testtage verliefen gut", bilanzierte Pedro de la Rosa. "Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen der Power eines V10 und eines V8. Aber daran kann man seinen Fahrstil anpassen. Wir sind momentan noch dabei alles kennen zu lernen. Aber es läuft gut und wir haben noch ein langes Wintertestprogramm vor uns."

Während für McLaren der Zweitagestest damit bereits beendet ist, begann das BMW-Williams Team erst heute mit seinen Testarbeiten in Silverstone. Für die Weiß-Blauen griffen in Abwesenheit von Stammpilot Mark Webber und des verletzten Nick Heidfeld die etatmäßigen Testfahrer Antonio Pizzonia und Nico Rosberg ins Lenkrad.

Vor die beiden Williams-Tester drängten sich in der Zeitentabelle aber noch Giancarlo Fisichella, der den neuen Renault-Motor für Brasilien von Alonso übernahm, sowie Ralf Schumacher. Den überarbeiteten TF105B fuhr allerdings erneut Olivier Panis. Der Franzose blieb damit gute anderthalb Sekunden hinter der Bestzeit zurück. Morgen wird nun die Entscheidung fallen, ob Toyota die B-Version ihres Autos in den letzten drei Rennen einsetzen wird.

Noch hinter V8-Tester Pedro de la Rosa belegte der Japaner Sakon Yamamoto mit gut fünf Sekunden Rückstand auf Alonso den elften und letzten Rang. Der japanische F1-Debütant wird in den beiden Freitags-Trainings in Suzuka für das Jordan Team zum Einsatz kommen.

Die Testzeiten aus Silverstone

Platz Fahrer (Team) Reifen Zeit Runden
1. Fernando Alonso (Renault) M 1:17.615 111
2. Tonio Liuzzi (Red Bull) M 1:17.665 83
3. Alex Wurz (McLaren) M 1:17.673 112
4. Giancarlo Fisichella (Renault) M 1:18.018 78
5. Ralf Schumacher (Toyota) M 1:18.517 75
6. Nico Rosberg (Williams) M 1:18.614 60
7. Antonio Pizzonia (Williams) M 1:18.693 43
8. Christian Klien (Red Bull) M 1:18.727 96
9. Olivier Panis (Toyota) M 1:19.051 61
10. Pedro de la Rosa (McLaren V8) M 1:22.962 39
11. Sakon Yamamoto (Jordan) M 1:23.502 71

Jerez: Gené setzt Solo-Test fort

99 Runden absolvierte Marc Gené bei seinem zweiten Testeinsatz dieser Woche im südspanischen Jerez de la Frontera. Seine schnellste Umrundung des Circuito de Jerez dauerte 1:18.861 Minuten. Auf dem Programm standen wie üblich Reifentests für Bridgestone. Morgen wird der Spanier den Dreitagstest zu einem Ende bringen.

Barcelona: Sato & Button steigen ein

Nachdem British American Racing am Dienstag mit drei Testpiloten in den Barcelona-Test gestartet war, übernahmen heute auch die beiden Stammfahrer ihre Testaufgaben auf dem Circuit de Catalunya.

Die Bestzeit erzielte dabei Takuma Sato, der neben Reifentests auch ein Bremsenprogramm abspulte. Am Nachmittag konzentrierte er sich zudem auf Long Runs auf den Michelin-Reifen für den Japan GP.

Jenson Button setzte hingegen das gestern von Enrique Bernoldi begonnene Aerodynamikprogramm fort. Zwischendurch drehte auch James Rossiter mit seinem Entwicklungsfahrzeug für die kommende Saison 59 Umläufe. Morgen wird er durch Adam Carroll ersetzt werden.

Die Testzeiten aus Barcelona

Platz Fahrer (Team) Reifen Zeit Runden
1. Takuma Sato (B·A·R) M 1:15.010 63
2. Jenson Button (B·A·R) M 1:15.110 70
3. James Rossiter (B·A·R) M 1:16.190 59