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Formel 1

Wofür steht die Formel 1? Kimi Räikkönen: Es ist normal

Die Formel 1 zelebriert mit dem zweiten Rennen in Silverstone ihre 70-jährige Geschichte. Was bedeutet das den Fahrern? Kimi Räikkönen antwortet typisch.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - 70 Jahre Formel 1. Das feiert die Königsklasse am zweiten Rennwochenende in Silverstone. Statt Großer Preis von Großbritannien lautet die genaue Bezeichnung des zweiten Events in England deshalb ‚70th Anniversary Grand Prix 2020’. In der offiziellen FIA-Pressekonferenz am Donnerstag kamen die Feierlichkeit bei jedem Team einleitend zur Sprache, besonders ins ‚Schwärmen’ geriet dabei einmal mehr Iceman Kimi Räikkönen.

Für was die Formel 1 für ihn stehe, so die Frage an den Finnen. Zunächst einmal offenbar für nichts. Kimi schwieg sich erst einmal ein paar Sekunden aus. Wohl, um zu überlegen. Sonderlich große Worte folgten allerdings nicht, doch wie immer ehrliche. "Etwas, das ich seit einigen Jahren mache“, sagte Räikkönen trocken - und legte gleich eine weitere kurze Denkpause ein.

Kimi Räikkönen: Formel 1 ist nicht das Leben

Kimi weiter: „Es war ein großer Teil meines Lebens, aber es ist nicht das Leben, wenn du verstehst. Es sind jetzt fast 20 Jahre. Ich war natürlich ein paar Jahre weg und habe mal etwas anderes gemacht. Für mich ist es jetzt ziemlich normal. Weil ich schon so lang da bin. Das Racing ist der Teil, den ich mag. Das Fahren, das Racing. Den Rest deutlich weniger. Das wars."

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Ähnlich hatte sich der Finne lange zuvor schon im Interview mit Motorsport-Magazin.com geäußert. „Es nimmt viel Zeit unseres Lebens in Anspruch, aber es ist nicht Nummer eins im Leben. Es gibt wichtigere Dinge im Leben als die Formel 1“, sagte Räikkönen uns in einem kuriosen Interview via Sprachnachricht in der Corona-Pause.

Kimi Räikkönen: WM-Titel mit Ferrari natürlich bester Moment

Etwas mehr ließ sich Räikkönen in Silverstone dann erst entlocken, als es um seinen eigenen größten Moment der Karriere ging. „Es gab viele gute Momente. Aber natürlich, die WM zu gewinnen. Das ist der einzige Grund, warum wir hier sind. Um gut abzuschneiden und Meisterschaften zu gewinnen, deshalb ist das vielleicht das mit Ferrari“, sagte der 40-jährige Routinier.

Mehr Begeisterung nach Außen kehrte Teamkollege Antonio Giovinazzi. „Für mich ist es vor allem die Leidenschaft. Seit ich Kart gefahren bin, war es immer mein Traum, Formel-1-Fahrer zu werden. Ich bin echt stolz, hier zu sein, als ein Teil dieser kurzen Liste. Es gibt nur 20 Fahrer. Es ist nicht leicht, Formel-1-Fahrer zu werden. Ich bin echt happy, hier zu sein und mich mit den besten Fahrern der Welt zu messen.“

Silverstone: Frontflügel-Schaden bei Alfa Romeo noch ungeklärt

Aus sportlicher Sicht geschieht das bei Alfa Romeo aktuell nur am Ende des Feldes. Große Sprünge von einem zum anderen Wochenende in Silverstone erwarten weder Giovinazzi noch Räikkönen. Die weichere Reifenwahl als mögliche Hilfe? „Ist für alle gleich“, schmetterte Räikkönen ab.

Ungeklärt ist unterdessen noch, warum am Ende des vergangenen Rennens der Frontflügel am C39 Räikkönens wegbracht. „Wir wissen es noch nicht genau. Wir wissen, dass er kaputt gegangen ist“, scherzte Räikkönen. „Warum, das läuft noch. Wir müssen das noch weiter checken und dann sicherstellen, dass es sich nicht wiederholt.“

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