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Kimi Räikkönen exklusiv über Zukunft: Formel 1 nicht Nummer 1

Kimi Räikkönen startet kommendes Wochenende in Österreich seine 18. Formel-1-Saison. Wird es seine letzte? Jetzt spricht der Iceman - auf ungewohntem Weg.
von Jonas Fehling & Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Wenn am kommenden Wochenende in Österreich die Startampeln zum ersten Formel-1-Rennen 2020 erlöschen, dann beginnt eine Saison vieler möglicher Rekorde. Für Lewis Hamilton sowieso, aber auch für Kimi Räikkönen. Kommen wir trotz Corona über zehn F1-Rennen hinaus, wird das den Iceman zum Rekordstarter der Königsklasse befördern.

312 Rennen hat der inzwischen 40-jährige Räikkönen in der Formel 1 gestartet. Nur Rubens Barrichello bestritt mit 322 Starts mehr. Seit den Anfängen mit Sauber 2001 erstritt der Räikkönen 21 Siege, 18 Pole Positions, sagenhafte 46 schnellste Rennrunden und - allem voran - den WM-Titel mit Ferrari 2007. Das macht den Finnen noch immer zum bis dato letzten Weltmeister der Scuderia.

Kimi Räikkönen bald Formel-1-Rekordstarter?

Doch was, wenn es beim aktuellen Formel-1-Kalender mit nur acht Rennen bleiben sollte? Ist der Rekord dann sicher verpasst? Immerhin läuft Räikkönens aktueller Vertrag mit Alfa Romeo zum Jahresende aus. Wie schon seit einigen Jahren stellt sich beim Iceman deshalb auch 2020 wieder die Frage: Karriereende ja oder nein? In einem Exklusiv-Interview der ganz besonderen Art bezog Räikkönen bei Motorsport-Magazin.com nun Stellung.

Ein Interview der besonderen Art? Ist es das mit Kimi Räikkönen nicht immer? Durchaus. Für die aktuelle Nummer unserer Printausgabe lag das jedoch weniger am gewohnt kühlen Finnen. Sondern viel mehr an der Form. Corona erfordert auch im Journalismus besondere Maßnahmen. Deshalb interviewten wir Kimi tatsächlich per WhatsApp! Wie? Fragen an die Presseabteilung von Alfa Romeo geschickt, Sprachnachricht des Altmeisters direkt aus Finnland zurückbekommen. Und das in stolzen 12 Minuten und vier Sekunden. Ja, von Kimi.

Sprachnachricht von Kimi

Denn inzwischen spricht der Finne durchaus mehr als einst, heute ist Räikkönen offener als es der Kimi aus Mclaren- oder Sauber-Tagen je war. Selbst beobachtet der Iceman jedoch kaum Veränderung an sich. „Ich glaube nicht, dass ich mich stark verändert habe“, sagt Kimi. „Natürlich ändert sich jeder über die Jahre, man wird älter, man lernt dazu und man durchlebt verschiedene Dinge. Wenn du jünger bist, machst du andere Dinge.“ Das selbst zu beurteilen sei aber schwierig. Kimi: „Da musst du vielleicht jemand anderen fragen.“

Sicher verändert hat sich auch für Räikkönen zuletzt sein Leben. Ruhe pur statt Formel-1-Trubel. Corona eben. „Wir sind die meiste Zeit in Finnland geblieben, ich war mit der Familie zusammen und habe ganz normale Dinge gemacht. Wir sind nirgends hingegangen“, berichtet Kimi. „Es hat sich wie Sommerferien angefühlt.“ Das Beste: keine nervigen Journalisten (außer dieses Motorsport-Magazin.com schickt Fragen durch natürlich ...). So kann es für Kimi auch danach gerne weitergehen. „Die Medien können zuhause bleiben - das ganze Jahr. Das wäre mir egal“, scherzt (?!) Kimi mit Blick auf die neuen Corona-Regeln. Die Fans natürlich nicht, um die tut es dem Finnen leid.

Normales Leben statt F1-Stress: Karriereende für Räikkönen?

Doch er selbst? Bleibt Kimi schon sehr bald ganz zuhause? Hat er in der Zeit des Lockdown die Vorzüge vielleicht mehr zu schätzen gelernt als den Spaß, der ihm das Rennfahrern noch immer bereitet? Ein wenig klingt es so. „Mit dem ganzen Reisen ist es für mich mal schön, nicht so viel im Flieger zu sein. Für mich war es das normale Leben, Formel 1 ist nicht normal in vielerlei Hinsicht. Am Ende ist das ganze Ding Business“, sagt Räikkönen. „Wenn du an ein normales Leben denkst: Damit hat es nichts zu tun. Es nimmt viel Zeit unseres Lebens in Anspruch, aber es ist nicht Nummer eins im Leben. Es gibt wichtigere Dinge im Leben als die Formel 1.“

Für seine Zukunft, ein mögliches Karriereende ändert das? Genau. Nichts, sagt Kimi. „Ich habe noch nicht einmal nachgedacht. Ich bin nicht in Eile, irgendwas zu entscheiden. Mal sehen, was passiert und wie das Racing läuft. Darauf bauen wir dann auf“, ergänzt Räikkönen. Ein Routinier, der auf etwas aufbauen will? Klingt eher nach weiteren 312 Rennen ...

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Das gesamte Exklusiv-Interview der etwas anderen Art mit Kimi Räikkönen ist in der nächsten Print-Ausgabe von Motorsport-Magazin.com zu lesen, die am 02.07.2020 im Handel erscheint. Darin spricht Räikkönen nicht nur noch ausführlicher über seine Zukunftspläne, sondern auch darüber, wie er sich die Zeit in der Corona-Pause vertrieben hat, wieso er Simracing für Zeitverschwendung hält und vergleicht den Mensch und Rennfahrer Kimi Räikkönen von heute mit dem vor 20 Jahren.

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