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Formel 1 Silverstone, Vettel erlebt Fiasko-Freitag mit Ferrari

Sebastian Vettel erlebte am Freitag in Silverstone ein wahres Fiasko. Erst ging der Ladeluftkühler kaputt, dann das Bremspedal. Platz 18 im Training.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - 25 Runden in drei Stunden: Der Freitag zum Großbritannien GP war für Sebastian Vettel ein wahres Debakel. Im 1. Freien Training konnte der Heppenheimer mit seinem Ferrari gerade einmal zwei Runden um den Silverstone Circuit drehen. Leistungsverlust stellte sich schnell als ein Problem am Ladeluftkühler heraus.

Zwar stellte sich dieses Problem dann als nicht besonders schwerwiegend heraus - die Mechaniker mussten noch nicht einmal neue Teile einbauen -, doch die ersten 90 Trainingsminuten waren trotzdem verloren.

Am Nachmittag lief es wieder nicht richtig rund für Vettel: Schon früh in der Session beklagte er etwas loses im Fußraum seines Cockpits. Der viermalige Formel-1-Weltmeister legte sogar selbst Hand an, tastete die Pedalerie in der Garage eigenhändig ab.

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"Das Bremspedal war lose", erklärte Vettel später. Diesmal tauschten die Mechaniker die komplette Pedalerie. So kam der Ferrari-Pilot immerhin noch auf 23 Runden, doch 25 Runden in drei Stunden sind eine magere Ausbeute. "Das war kein guter Tag", konstatierte Vettel folgerichtig und klagte: "Durch die wenigen Runden konnte ich nicht spüren, wo das Auto ist."

Nach der Reparatur zog Vettel die weichen Reifen auf und ging auf Zeitenjagd. Mehr als Rang 18 war allerdings nicht drinnen. "Hier brauchst du ein paar gute Runden, um in den Rhythmus zu kommen. Wir hatten kaum Runden, geschweige denn gute", so Vettel.

Leclerc holt P4, Vettel vorsichtig optimistisch

Gab es irgendetwas Positives an diesem Trainingsfreitag? "Auf meiner Seite nicht", konstatierte Vettel. Beim Blick auf die andere Garagenseite gab es immerhin einen Lichtblick: "Vom Speed her war es okay, ich hoffe, dass wir mit dem Mittelfeld mithalten können oder uns sogar weiter vorne positionieren."

Teamkollege Charles Leclerc landete immerhin auf Rang vier, hatte nur drei Zehntelsekunden Rückstand auf den Trainingsschnellsten Lance Stroll. Zu viel verspricht sich Vettel davon aber nicht: "Manchmal sind wir am Freitag stärker als in der Qualifikation. Die Saison ist aber noch zu jung, als dass ich mit einem starken Gefühl Vorhersagen treffen könnte."


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