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Formel 1

Formel 1 Steiermark: Der Qualifying-Absturz von Racing Point

Traumpace am Freitag. Desaster am Samstag. Racing Point hatte im Qualifying Probleme mit der Reifentemperatur und startet nur von den Plätzen 13 und 17.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Im trockenen Training wirkte Racing Point an diesem Wochenende sehr stark. Sergio Perez sicherte sich sogar den ersten Platz in FP1. Doch im verregneten Qualifying rissen die beiden "pinken Mercedes" einen großen Abstand zur Konkurrenz auf und verfehlten Q3. Während Lance Stroll immerhin bis in die zweite Qualifying-Session vordrang, musste Sergio Perez schon im ersten Abschnitt die Segel streichen.

Perez sagte nach seinem Aus in Q1: "Ich bin enttäuscht. Wir hatten ein großartiges Wochenende und zeigten eine großartige Pace im Trockenen. Bei den regnerischen Bedingungen konnten wir aber einfach unseren Rhythmus nicht finden. "

Als Hauptproblem an seinem Wagen nannte der Mexikaner die Schwierigkeit, genügend Hitze in seine Reifen zu bekommen: "Wir hatten Probleme damit, Reifentemperatur zu generieren. Es dauerte zwei bis drei Runden bis ich genügend Hitze in meine Reifen bekam. Als ich dann am Ende auf einer guten Runde war, stoppte die rote Flagge die Session."

Lance Stroll schaffte es bis in den zweiten Qualifying-Abschnitt und startet von der 13. Position. Er meinte nach der Qualifikation: "Ich weiß nicht was genau passiert ist. In Q1 und zum Beginn von Q2 sahen wir konkurrenzfähig aus. Doch dann verloren wir im zweiten Qualifying-Abschnitt plötzlich Grip und während die anderen ihre Zeiten verbesserten konnten wir nicht mehr mithalten."

Racing Point: Aussichten für das Rennen

Das Rennen soll auf dem Red Bull Ring wieder unter trockenen Bedingungen stattfinden. Dementsprechend optimistisch blickt das Racing-Point-Duo nach der Qualifying-Katastrophe auch wieder auf den Rennsonntag: "Wir werden mit Sicherheit versuchen, uns wieder ein paar Plätze zurückzuholen und Punkte einzufahren", sagte Lance Stroll.

Auch für Perez geht es im Rennen vor allem um Schadensbegrenzung: "Ich hoffe wir können morgen ein bisschen nach vorne kommen und setzen auf die richtige Strategie. Doch es wird schwierig werden, denn unsere direkten Konkurrenten sind weit vor uns. Die Wagen rund um uns haben eine ähnliche Pace, deshalb wird es schwer werden sie zu überholen. Aber wenn wir ein gutes Rennen haben, können wir es in die Punkte schaffen und im Rennen ist sowieso alles möglich. "

Auf Perez wartet am Sonntag jedenfalls eine Menge Arbeit. Der Mexikaner qualifizierte sich nur auf Rang 17 und könnte sogar noch weiter zurückgereiht werden. Denn nach dem Ende des Qualifyings wurde eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet. Der Grund: Ignorieren von gelben Flaggen.


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