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Formel 1

Formel 1, Haas: Keine Chance gegen Racing Point

Haas hat seit den Testfahrten keine Upgrades hervorgebracht. Im ersten Training nach der Coronapause wird Romain Grosjean von einem Defekt gebremst.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Neues Jahr, selbe Situation. Bei den ersten Trainingsessions der Formel-1-Saison 2020 wirkte Haas nicht wesentlich besser als noch im letzten Jahr. Das Ferrari-Kundenteam verzichtete auf Upgrades im Vergleich zu den Testfahrten im Februar. Wo steht also Haas im Vergleich zu den anderen Teams?

Haas-Pilot Romain Grosjean analysiert die Situation folgendermaßen: "Man kann das Feld in drei oder vier Abschnitte unterteilen. Vorne sind Mercedes, Red Bull und Racing Point. Dahinter liegen Ferrari, McLaren und Renault. Dann kommen Alpha Tauri, Sauber und wir und am Ende steht Williams. Aber es ist nur der erste Tag. Die Positionen können sich noch schnell ändern und im knappen Mittelfeld können einige Zehntel viel ausmachen. "

"Wir müssen schauen unser derzeitiges Paket zu optimieren, denn wir haben keine Updates gebracht, so wie einige andere Teams", sagte Grosjean. Doch der Plan keine Upgrades zu bringen ist bei Haas nicht nur aus der Not heraus geboren, sondern entspricht auch einem gewissen Kalkül, wie Günther Steiner meint. Der Haas-Teamchef sagte: "In der näheren Zukunft werden keine Upgrades kommen und später müssen wir schauen. Doch im letzten Jahr war es so, dass wir mit jedem Upgrade langsamer wurden, bis wir zu dem Fazit kamen: Keine Änderungen sind die besten Änderungen."

Günther Steiner sagte zur Rückkehr seines Teams auf die Rennstrecke: "Am Morgen hatten wir ein substanzielles Problem am Wagen. Wir hatten ein Leck am Bremssystem, dessen Reparatur länger dauerte und wir sind deshalb nicht viel zum Fahren gekommen. Am Nachmittag machten wir nicht so viele Fortschritte wie wir gerne getan hätten. Deshalb müssen wir morgen etwas härter arbeiten."

Doch der Freitag bracht laut Steiner auch ein paar positive Erkenntnisse mit sich. Der Haas-Teamchef hielt fest: "Es schaut so aus, als ob wir die Probleme, die wir letztes Jahr hatten, in den Griff bekommen haben. Doch das Mittelfeld ist sehr eng beieinander", findet Steiner, "am Ende des Wochenendes werden wir ein besseres Bild davon haben, wo wir stehen."


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