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Formel 1

Formel 1: So lief Sebastian Vettels erstes virtuelles Rennen

Sebastian Vettel hat sich dem Simracing lange entzogen. Nun fährt auch der Ferrari-Pilot in der virtuellen Welt. So lief sein erstes Online-Rennen.
von Christian Menath

Virtual Vettel, Simracing-Seb: Sebastian Vettel hat seit dem vergangenen Wochenende neue Spitznamen. Nachdem der Ferrari-Pilot im Videochat mit Journalisten zuletzt von der Anschaffung eines Simulators berichtete, machte er am Samstag Nägel mit Köpfen: Ohne Vorwarnung nahm er an seinem ersten großen Online-Rennen teil.

Vettel entschied sich aber nicht für eine Teilnahme am Virtual GP der Formel 1, der am Sonntag stattfand, sondern fuhr bei der Legends Trophy von The Race. Der viermalige Weltmeister entschied sich offenbar so kurzfristig für das Rennen, dass sein Name bei der Starterfeld-Präsentation noch gar nicht auftauchte.

Weil Vettel - im Gegensatz zu Teamkollege Charles Leclerc und vielen anderen Gamern - nicht selbst mit Webcam streamt, zweifelten viele Zuschauer, ob es tatsächlich der Heppenheimer war, der an der Legends Trophy teilnahm. Vettels Sprecherin bestätigte seine Teilnahme gegenüber Motorsport-Magazin.com.

Vettel fährt Brabham BT44B in Ferrari-Lackierung

Bei der Legends Trophy treten ehemalige und noch aktuelle Rennfahrer im Spiel rFactor2 gegeneinander an. An diesem Wochenende wurde das Rennen auf dem Sepang International Circuit mit dem Brabham BT44B ausgetragen. Der Bolide kam in den Formel-1-Saisons 1975 und 1976 zum Einsatz und wurde unter anderem von Rolf Stommelen, Carlos Reutemann und Carlos Pace pilotiert.

Carlos Pace im Brabham BT44 in der legendären Martini-Lackierung - Foto: Phipps/Sutton

In der Legends Trophy, in der auch ehemalige Formel-1-Größen wie Jenson Button oder Emmerson Fittipaldi teilnehmen, fahren die Piloten nicht in der legendären Martini-Lackierung, sondern in individuellen Designs. Vettels Brabham ging im Ferrari-Look an den Start.

Schon im Qualifying zeigte sich Vettels Erfahrungsrückstand im Simulator: Auf die Pole-Zeit von Jenson Button fehlten dem 32-Jährigen mehr als fünf Sekunden. Das Hauptrennen, das über eine Distanz von acht Runden ausgetragen wurde, begann wenig besser für Simracing-Seb: Von Startplatz 15 ging es schnell auf die 21. und letzte Position zurück.

Dreher wirft Vettel zurück

Im Rennverlauf arbeitete sich Vettel wieder auf Position 15 nach vorne. Mit dem Rennsieg hatte er allerdings nichts zu tun, den machten erfahrenere Simracer untereinander aus: Am Ende siegte Juan-Pablo Montoya vor Jenson Button und Emanuele Pirro.

Im zweiten Rennen, das in umgekehrter Reihenfolge des Hauptrennens gestartet wurde, startete Vettel von Platz sieben. In der Startrunde lag er zwischenzeitlich sogar auf Rang drei, ehe die schnellere Konkurrenz ihren Weg am Formel-1-Weltmeister vorbei fand. Am Ende von Runde eins leistete sich Vettel noch einen Dreher, der ihn auf Position 19 zurückwarf.

Die Ziellinie überquerte der Heppenheimer beim Sieg des ehemaligen Indycar-Piloten Adrian Fernandez auf Rang zwölf. Ein Interview blieb nach dem Rennen leider aus, Vettel ließ lediglich ausrichten, dass es ihm Spaß gemacht hätte. Weitere Teilnahmen sind noch ungewiss.


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