Formel 1

Formel 1, Best of the Rest: Renault schlägt McLaren

McLaren und Renault wollen die vierte Kraft sein. Im Rennen von Austin hatte Renault die Nase vorne. Der Grund liegt in der Charakteristik des Autos.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Zwei Teams, ein Ziel: Renault und McLaren sind jeweils in die Formel-1-Saison 2019 gestartet, um "Best of the Rest" zu werden. Der US GP in Austin hinterließ den Eindruck, dass beide Teams zum Ende des Jahres dieser Rolle gerecht werden können: Nachdem die McLaren-Fahrer Lando Norris und Carlos Sainz in der Qualifikation besser abgeschnitten hatten, schlug Daniel Ricciardo im Rennen zurück und beendete den Grand Prix als Sechster vor Norris und Sainz.

Die Performance-Unterschiede zwischen der Qualifikation und dem Rennen sind laut Ricciardo auf die Charakteristik der beiden Autos zurückzuführen. "Auf einer Runde scheint McLaren die Zeit besser aus dem Auto zu holen. Ihr Fenster ist etwas größer. Für uns ist es deshalb einfacher, einen Fehler zu machen und wir können nicht immer alles herausholen. Aber im Rennen, wenn sich die Pace einpendelt und du nicht die ganze Zeit am Limit des Reifens bist, kommen wir zurück. Da wird unser Fenster größer", verrät der Australier.

Die Performance im Rennen von Austin stimmt Ricciardo positiv: "Best of the Rest zu sein und die McLaren zu schlagen, ist echt ermutigend. Selbst wenn ich denke, dass zwei Stopps schneller gewesen wären. Für heute nehmen wir das mit und genießen es", sagte Ricciardo, der nur 0,4 Sekunden vor Noris die Ziellinie überquerte.

Hülkenberg kann Renault-Vorteil in Austin nicht nutzen

Den von Ricciardo beschriebenen Vorteil im Rennen konnte dessen Teamkollege Nico Hülkenberg nicht nutzen. Er verlor in der ersten Runde einige Positionen und war danach in Mittelfeld-Zweikämpfe verwickelt. "Um ehrlich zu sein, achte ich gar nicht mehr auf den Vergleich zu McLaren. Ich bin zufrieden, das Rennen in den Punkten beendet zu haben", sagte der Emmericher, der auf Platz neun Letzter im Quartett der Renault- und McLaren-Piloten wurde.

Dass Renault am Sonntag das Kräfteverhältnis umdrehen konnte, kam für McLaren nicht überraschend. "Wir haben erwartet, dass die Renaults schneller sein würden als wir. Das gilt speziell für Daniel, der am nächsten an uns dran war", gab Norris nach dem Rennen zu.

In der Konstrukteurs-WM sind McLaren und Renault nicht so dicht beieinander. McLaren hat vor den verbleibenden beiden Rennen 38 Punkte Vorsprung. Realistische Hoffnungen, den Rückstand aufzuholen, kann sich Renault nicht mehr machen. Der Platz als vierte Kraft hinter Mercedes, Ferrari und Red Bull scheint McLaren inzwischen sicher zu sein.


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