Formel 1

Formel 1 USA, Vettel ärgert Startplatz zwei: Zu wenig Risiko

Sebastian Vettel startet beim Formel-1-Rennen in Austin von Platz zwei. Der Ferrari-Pilot ärgert sich im Nachhinein über seine Qualifying-Taktik.
von Christian Menath

Sebastian Vettel verpasste seine dritte Pole Position der Formel-1-Saison 2019 denkbar knapp. 0,012 Sekunden fehlten dem Ferrari-Piloten im Qualifying zum USA GP in Austin auf Pole-Setter Valtteri Bottas.

"Ich hatte zwei gute Runden, aber bei einer Hundertstel denkst du dir immer, dass das irgendwo drinnen gewesen wäre", ärgerte sich Vettel. "Es war eine sehr schöne Session, es hat richtig Spaß gemacht, das Auto zu fahren. Aber am Ende war ich so nah an Pole dran und stehe auf der falschen Seite..."

"Ich hatte eine sehr gute erste Runde, aber habe im letzten Sektor noch ein wenig Spielraum gelassen. Ich bin dort konservativ gefahren, um sicherzustellen, dass ich die Runde zu Ende bekomme", verriet Vettel.

Wie Polesetter Bottas verbesserte sich aber auch Vettel im zweiten Versuch in Q3 nicht mehr. "Der Plan ist also nicht aufgegangen", gab sich der 32-Jährige selbstkritisch. Am Ende rückte sogar noch Max Verstappen auf die Pelle, der nur 0,055 Sekunden langsamer war.

Da konnte Vettel auch die Tatsache nicht trösten, dass er in Austin zum insgesamt 100. Mal in seiner Formel-1-Karriere aus der ersten Startreihe losfahren wird. Der Start ist aber eine Hoffnung. Zwar ist der Sprint zu Kurve eins nicht besonders lange, dafür geht es bergauf. "Wir haben mehr Power, da hilft es, wenn es bergauf geht", gibt sich Vettel optimistisch und fügt an: "Aber das macht keinen so großen Unterschied."

Vettel: Auto und Longrun-Pace verbessert

Den Unterschied kann dafür die Longrun-Pace machen. Am Freitag war die Rennsimulation einmal mehr nicht gerade Ferraris Paradedisziplin. "Wir konnten heute keine Longruns mehr machen, aber das Auto hat sich viel besser angefühlt, wir haben eine Menge Dinge ändern können. Das sollte auch im Rennen helfen", so Vettel.

Und noch ein Faktor macht dem Ferrari-Piloten Hoffnung: "Wir hatten vor allem auf den harten Reifen Probleme, weil wir sie nicht zum Arbeiten bekommen haben. Aber das sollte heute [deutscher Zeit] kein Problem sein." Entweder plant Ferrari gar nicht, die harten Reifen im Rennen zu fahren, oder Vettel bezieht sich auf die Temperaturen. Am Sonntag soll es etwa zehn Grad wärmer sein als im 2. Freien Training, als die Longrun-Daten gesammelt wurden.


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