Formel 1

Formel 1: Neues Team Panthera will 2021 an den Start gehen

Bekommt die Formel 1 2021 nicht nur neue Regeln sondern auch ein neues Team? Medienberichten zufolge soll Panthera nach dem Haas-Modell einsteigen wollen.
von Christian Menath

2016 stieg mit Haas zum bislang letzten Mal ein neues Team in die Formel 1 ein. Seit der Pleite von Manor am Ende jener Saison besteht das Starterfeld der Königsklasse aus zehn Teams. Ein Neueinsteiger war lange Zeit nicht in Sicht - doch das könnte sich 2021 ändern.

Wie die Website Racefans.net berichtet, soll Panthera Team Asia F1 einen Einstieg zur neuen Regelperiode planen. Seit Beginn des Jahres sollen die Vorbereitungen des möglichen neuen Rennstalls in Großbritannien laufen.

Bis 2021 ein vollständiges Formel-1-Team aus der Taufe zu heben wäre allerdings zu ambitioniert und zu teuer, deshalb soll Panthera das Haas-Modell verfolgen. In der Nähe von Silverstone soll sich dann lediglich die Einsatzzentrale befinden. Alles, was das Reglement erlaubt, soll zugekauft werden.

Viele Unbekannte: Regeln 2021 und Startplatz in der Schwebe

Doch genau hier gibt es derzeit noch Probleme: Weil das Reglement für 2021 noch nicht steht, ist auch nicht ganz klar, welche Teile ein Rennstall auch in Zukunft selbst entwickeln und herstellen muss, um als Konstrukteur zu gelten.

Außerdem gibt es bislang auch noch keine offizielle Ausschreibung für ein neues Team. Es ist zwar ein offenes Geheimnis, dass Liberty Media gerne mehr Autos in der Startaufstellung sehen würde, allerdings müssen dafür diverse Voraussetzungen erfüllt werden. Startplätze werden letztendlich von der FIA vergeben, finanzielle Sicherheiten sind dafür vonnöten.

Hinter dem Panthera Team Asia F1 soll Benjamin Durand stecken. Der Brite gibt sich als Teamchef und Mitbegründer aus. Durand ist kein unbeschriebenes Blatt im Motorsport. Von 2013 bis 2016 verantwortete er die Aktivitäten von SMP Racing, dem russischen Motorsportprojekt von Milliardär Boris Rotenberg. Zuvor war er im Formel-1-Kundenprojekt von Lotus involviert.

Ebenfalls an Bord: Tim Milne. Der Ingenieur soll die Aerodynamikabteilung des zukünftigen Rennstalls leiten. Milne war in dieser Funktion bereits bei Manor tätig, zuvor arbeitete er als stellvertretender Aerodynamik-Chef bei Caterham in der Formel 1.

Wird Ex-Caterham zu Renaults B-Team?

Laut den Berichten sollen noch mehrere ehemalige Caterham-Leute bei Panthera involviert sein. Wenn das Team tatsächlich mit dem Haas-Modell erfolgreich sein will, benötigt es dafür noch einen Partner. Aufgrund der Caterham-Verbindungen kommt hier Renault ins Spiel.

Renault Teamchef Cyril Abitboul war zuvor beim Hinterbänklerteam und sucht für die Franzosen dringend nach einem strategischen Partner. Während Ferrari, Mercedes und Red Bull Honda umfangreiche Partnerschaften haben, steht Renault hier noch auf verlorenem Posten.

Auch der Zusatz 'Asia' im vorläufigen Teamnamen erinnert an das ehemalige Caterham Team. Der Malaysier Tony Fernandes gründete den Rennstall einst und lackierte einen großen Schriftzug seiner Airline AirAsia auf die Boliden.

Ob es schon offizielle Verbindungen zu FIA und Formel 1 gibt, ist unklar. Sollte Panthera tatsächlich einsteigen wollen, ist Eile geboten. Wenn, macht ein pünktlicher Einstieg zur neuen Formel-1-Ära ab 2021 Sinn. Ein späterer Einstieg wäre mit zusätzlichen Kosten verbunden, außerdem hätten die anderen Teams dann 2022 mit den neuen Autos bereits einen Wissensvorsprung.

Das ist neu: Das Formel-1-Reglement 2021 im Überblick: (20:48 Min.)


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