Bereits vor einigen Wochen tauchten im Blätterwald Meldungen darüber auf, dass Ferrari die Saison 2005 schon abgehakt und den Fokus auf das kommende Jahr verlagert habe.

"Das ist nicht wahr", dementierte Teamboss Jean Todt jetzt diese Meldungen in der Gazzetta dello Sport. "Allerdings ist alles was wir jetzt lernen, auch unsere Fehler, nützlich für das nächste Jahr."

Die seit Hockenheim wieder in Mode gekommene Schuldzuschiebung in Richtung Bridgestone nimmt der kleine Franzose ebenfalls nicht hin. "Wenn wir ein Auto hätten, das eine Sekunde schneller als alle anderen wäre, dann würde niemand über die Reifen sprechen." Allerdings haben die Roten kein solches Auto, weshalb auch der F2005 im Kreuzfeuer der Kritik steht. Niki Lauda bezeichnete den neuesten roten Renner sogar als "schlecht".

Damit sich diese Situation schnellstmöglich ändert, werden die Italiener auch in dieser Woche ein intensives Testprogramm in Fiorano abspulen. Für Ungarn bleibt Todt dennoch skeptisch: "Momentan ist es peinlich über unsere Mindestziele zu sprechen und ich weiß nicht, wann wir wieder siegen werden. Es ist schmerzvoll dies zu sagen, aber leider ist es die Wahrheit."