Formel 1

Formel 1, China: Bottas holt Pole nach Showdown gegen Hamilton

Mercedes sicherte sich im Qualifying in Shanghai die erste Startreihe. Bottas schlägt Hamilton und holt erste Pole 2019. Ferrari und Red Bull chancenlos.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Valtteri Bottas startet am Sonntag in China von der Pole Position in das 1000. Formel-1-Rennen der Geschichte. Der Mercedes-Pilot verwies Weltmeister Lewis Hamilton in einem engen Showdown auf den zweiten Platz. Für Bottas ist es die erste Pole Position im Jahr 2019 und die insgesamt siebte in seiner Karriere. Sebastian Vettel und Charles Leclerc sicherten Ferrari die zweite Startreihe. Red Bull wurde im Q3 von der Konkurrenz gefoppt.

Mercedes schickte im Q3 als erstes seine Piloten auf die Strecke, dahinter folgten die Red Bull und Ferrari. Bottas entschied den ersten Schlagabtausch hauchdünn für sich. Der Finne verwies Hamilton mit 0.007 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Ferrari fand etwas überraschend nicht den Anschluss an die Silberpfeile. Vettel büßte auf Platz drei fast eine halbe Sekunde ein.

Leclerc und Verstappen lagen dicht dahinter, Gasly war mit 1,3 Sekunden Rückstand erneut abgeschlagen. Hülkenberg und Ricciardo lagen auf den Positionen sieben und acht. Die Franzosen waren allerdings außer Konkurrenz, denn Magnussen und Grosjean fuhren zunächst nicht.

Mercedes führte auch die letzten Runs im Q3 an. Erneut legte Hamilton vor. Hinter den Silberpfeilen folgten die Ferrari und die Renault. Red Bull, in erster Linie mit Verstappen, wurde auf der Outlap von Vettel und den Renault überrumpelt. Haas verzockte sich mit schlechtem Timing. Beide Teams wurden dadurch vor dem Beginn ihrer letzten schnellen Runde abgewunken. Die Pole Position wurde in einem silbernen Showdown ausgemacht.

Hamilton gelang im finalen Schuss keine Verbesserung, Bottas hingegen fand noch einige Tausendstel und fixierte die siebte Pole Position seiner Karriere. Vettel landete knapp vor Leclerc, beide Ferrari-Piloten waren mit drei Zehnteln Rückstand jedoch chancenlos im Kampf um die Pole. Dahinter landeten Verstappen und Gasly. Ricciardo schlug erstmals seit seinem Wechsel zu Renault den Teamkollegen und wurde als Siebter Best of the Rest. Hülkenberg, Magnussen und Grosjean komplettierten die Top-10.

Qualifying - Session 3
Zwischenfälle: -
Top-5: Bottas, Hamilton, Vettel, Leclerc, Verstappen

Q2 in China: Mercedes, Ferrari & Red Bull setzten Medium-Strategie um

Das war Q2: Das Feld ließ sich zum Start des zweiten Segments lange bitten. Erst nach drei Minuten gab es Betrieb auf der Strecke, dafür aber richtig. Alle 15 verbliebenen Fahrer verließen fast zeitgleich die Box. Mercedes, Ferrari und Verstappen setzten für den ersten Run auf die Medium-Mischung, um diese zu ihrem Startreifen zu machen. Die anderen Piloten fuhren wie im Q1 auf Soft.

Hamilton legte mit 1:31.728 Minuten die erste Zeit vor. Die Antwort von Bottas war noch deutlicher als im Q1. Acht Zehntel brummte der Finne dem Champion auf. Vettel und Leclerc reihten sich mit einer halben Sekunde Rückstand hinter Bottas ein, Verstappen folgte knapp dahinter. Gasly landete trotz Soft-Reifen sechs Zehntel hinter Verstappen nur auf Platz sechs. Das Mittelfeld wurde von Kvyat angeführt. Magnussen, Ricciardo und Hülkenberg komplettierten die Top-10.

Zwei Minuten vor Schluss ging es in die entscheidende Phase. Bottas, Vettel und Verstappen gingen für einen Soft-Run als Vorbereitung auf das Q3 noch einmal aus der Box. Hamilton fuhr noch einmal auf Medium. Leclerc und Gasly verzichteten auf den Probelauf für das letzte Segment. Im Kampf um die letzten Plätze in den Top-10 befanden sich Perez, Sainz, Räikkönen, Norris und Grosjean auf den K.o.-Rängen.

Mit seinem letzten Schuss rehabilitierte sich Hamilton für das bis dahin recht schwache Wochenende, als er Bottas eine Zehntel abknüpfte und Platz eins übernahm. Hülkenberg, Magnussen, Grosjean und Ricciardo machten hinter den Top-Teams den Sprung ins Q3. Ausgeschieden waren Kvyat, Perez, Räikkönen, Sainz und Norris. McLaren präsentierte sich damit überraschend schwach.

Qualifying - Session 2
Zwischenfälle: -
ausgeschieden: Kvyat, Perez, Räikkönen, Sainz, Norris
Top-5: Hamilton, Bottas, Vettel, Leclerc, Verstappen

Q1 in China: Bottas und Leclerc geben den Ton an

Das war Q1: Williams eröffnete das dritte Qualifying der Saison mit Robert Kubica und George Russell. Der Rest hielt sich zunächst vornehm zurück. Ferrari zog als erstes Team nach, dicht gefolgt von Mercedes. Aus dem Mittelfeld machten sich die Alfa Romeo und der verbliebene Toro Rosso von Kvyat auf die Socken. Mit noch zehn Minuten auf der Uhr war das gesamte Feld auf der Strecke. Alle setzten im Q1 auf den Soft-Reifen.

Vettel entschied den ersten Ferrari-Schlagabtausch für sich, nachdem Leclerc nach langsameren Sektorenzeiten im letzten Streckenabschnitt auch noch auf Nachzügler auflief. Hamilton ging auf seinem ersten Run in der letzten Kurve weit und verlor wichtige Zehntel. Bottas lag nach den ersten Runs mit einer halben Sekunde Vorsprung auf den Weltmeister an der Spitze. Verstappen schob sich im Red Bull vor Vettel auf Platz drei.

Fünf Minuten vor dem Ende des ersten Segments waren zwei Piloten der Top-Teams noch in der erweiterten Gefahrenzone. Gasly und Leclerc lagen auf den Positionen zehn und elf, nur vier Zehntel vor der K.o.-Zone. Im Gefahrenbereich befanden sich Stroll, Kubica, Russell, Giovinazzi und Albon. Letzterer konnte nach seinem heftigen Abflug im FP3 nicht starten, Giovinazzi hatte technische Probleme und drehte im Q1 keine einzige fliegende Runde.

Leclerc preschte mit dem letzten Run bis auf eine halbe Zehntel an Bottas heran, Gasly rutschte als Elfter durch. Perez, Magnussen, Räikkönen und Norris schafften auf den letzten Rängen den Einzug ins Q2. An den K.o.-Rängen änderte sich nichts mehr. Für Stroll war es das siebte Q1-Aus in Folge, Russell stellte gegen Kubica mit knappem Vorsprung zum 3:0.

Qualifying - Session 1
Zwischenfälle: -
ausgeschieden: Stroll, Russell, Kubica, Giovinazzi, Albon
Top-5: Bottas, Leclerc, Hamilton, Verstappen, Vettel

Das Wetter: Wie schon das gesamte Wochenende waren die Bedingungen auch im Qualifying bewölkt aber stabil. Die Lufttemperatur betrug 20 Grad Celsius, der Asphalt lag bei 32 Grad Celsius.


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